Grüne Kärnten: Kein Billig-Fleisch mit Tierleid erkaufen

Missstände beim Schlachten „Systemfehler“, Forderung nach Stopp für Tiefpreiswettbewerbe der Handelsketten

Klagenfurt (OTS) - Die Landessprecherin der Grünen, Marion Mitsche, fordert ein Stopp für den Wettbewerb der Handelsketten über den Preis bei Fleisch: „Es handelt sich bei den auch in Kärnten vom VGT aufgedeckten Missständen in Schlachtbetrieben um Systemfehler und nicht nur – wie oft dargestellt - um das Fehlverhalten Einzelner. Das System krankt am Druck, immer mehr Tiere immer schneller zu züchten, transportieren und zu töten. Bei allem steht die Kostenminimierung massiv im Vordergrund, anders können Preisrabatte von bis zu -25 Prozent nicht zustande kommen“, übt Mitsche Kritik. Natürlich läge es an den KonsumentInnen, mit zusätzlichem Tierleid erkaufte Billigstangebote abzulehnen, aber die Handelsketten könne man nicht aus ihrer Verantwortung entlassen.

Die Grünen fordern außerdem, dass die Schlachtung der Tiere nahe am landwirtschaftlichen Betrieb erfolgen muss, um Transportstress zu minimieren. Mitsche führt aus: „Lebendtiertransporte sind für Tiere sehr belastend, besonders, wenn sie über weite Strecken an den billigsten Schlachtort gebracht werden. Hier hat Tierschutz Vorrang, hier muss es eine Umkehr geben - bis hin zum Überdenken des Verbots der Weideschlachtung und der Hürden für die Bauernhofschlachtung. Die Konzentration auf Großschlachtbetriebe leistet Vorfällen wie den vom VGT beschriebenen Vorschub.“

Als positiv wertet Mitsche es, dass der Schlachthof in Klagenfurt bereits konkrete Verbesserungsvorschläge angekündigt hat. Diese müssen nun umgesetzt und in ihrer Einhaltung kontinuierlich kontrolliert werden.

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