Bundesrat – Ebner: Unterstützung der Landwirtschaft durch gemeinsame EU-Agrarpolitik

Sicherung der bäuerlichen Einkommen muss neue Wege gehen - Unterbindung von Tierquälerei auf allen Ebenen

Wien (OTS/SK) - „Der Grüne Bericht 2015 enthält viele Daten über die Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft. Neben positiven werden dabei auch negative Entwicklungen aufgezeigt“, so SPÖ-Bundesratsabgeordnete Adelheid Ebner heute, Donnerstag. In diesem Zusammenhang erwähnte die Abgeordnete den Rückgang der Betriebe um 30 Prozent seit 1995. „Die derzeit angespannte Lage auf den Absatzmärkten braucht eine gezielte Unterstützung der gemeinsamen, europäischen Agrarpolitik, um unserer Landwirtschaft auch in Zukunft das Überleben zu sichern.“ ****

„Der enorme Preisdruck, vor allem in den Produktionsbereichen Schweinefleisch und Milch, macht es den landwirtschaftlichen Betrieben immer schwerer. Es gibt die Tendenz zu immer größeren Produktionsstätten oder die Betriebe geben überhaupt ganz auf“, so Ebner, die auf im Schnitt jährlich 2.400 Höfe, die verpachtet oder verkauft werden, hinweist. Neue Wege der Sicherung bäuerlicher Einkommen müssten daher gefunden werden. Ebner spricht in diesem Zusammenhang beispielsweise zu honorierende Umweltleistungen, welche BäuerInnen als LandschaftspflegerInnen leisten, an.

„Nur artgerecht und stressfrei gehaltene Tiere werden uns hochwertige Produkte liefern. Jede Art der Tierquälerei ist zu verhindern und strengstens zu bestrafen“, sagt Ebner. Eine Grundvoraussetzung zur Produktion von qualitativ hochwertigen Lebensmitteln tierischer Herkunft sei die Erhaltung und Förderung des Tierbestands, was laufende Kontrollen der Tiergesundheit und die Bekämpfung von Seuchen miteinschließe.

Ebner hob zusätzlich noch frauenpolitische Aspekte der Veränderungen hervor: “Die Einkommen in den Betrieben sanken um ca. 5 Prozent. Der Großteil der Betriebe – fast 92 Prozent – wird als Familienbetrieb geführt. Hier sind besonders Frauen betroffen, vor allem auch deshalb, weil Frauen für den Großteil der Kinderbetreuung und der Pflege von Angehörigen verantwortlich sind.“ 23 Prozent der Bäuerinnen sind zudem noch zusätzlich außerlandwirtschaftlich berufstätig. „Ein Ausbau von sozialen Dienstleistungen würde hier spürbare Entlastung bringen“, so Ebner. (Schluss) mb/pm/mp

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0009