Walser: Sebastian Kurz setzt auf schwarze Pädagogik

Struwwelpeter à la Kurz hat nichts im schulischen Alltag zu suchen

Wien (OTS) - „Die bildungspolitischen Integrationsmaßnahmen, die Minister Sebastian Kurz implementieren will, stellen ein beredtes Zeugnis von tiefer Unfähigkeit und rein dekorativer Betriebsamkeit dar“, kommentiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser den heute präsentierten Integrationsplan in 50 Punkten.

Es sei an sich schon problematisch genug, wenn Kurz ohne jegliche Kompetenz und fachliche Expertise meint, für Schulen Erziehungs- und Strafmaßnahmen – euphemistisch als pädagogische Interventionsmaßnahme bezeichnet – verordnen zu wollen. Schlicht atemberaubend inkompetent sei aber, wie er sich das vorstellt. „Bei auffällig rassistischem und radikalem Verhalten Nachsitzen als geeignete Erziehungsmaßnahme ins Auge zu fassen, würde man eher in einem Kabarettprogramm verorten, als in einem Ministerium“, sagt Walser. Jeder Mensch, der auch nur irgendeine Ahnung von Pädagogik hat, weiß, wie sinnlos und letztlich sogar kontraproduktiv Bestrafungen sind, die aus dem Repertoire der so genannten ‚schwarzen Pädagogik’ stammen und zurecht im schulischen Alltag nichts mehr verloren haben.

Wenn Kurz auf eine Art Struwwelpeter für angeblich oder vermeintlich Integrationsunwillige setzt, so ist dies für Walser letztlich nur als billiges Ablenkungsmanöver zu interpretieren: „Denn dort, wo er wirklich aktiv werden könnte und müsste, etwa im Schaffen eines qualitativ hochstehenden und ausreichenden Sprachkursangebots oder von sinnvollen integrativen Maßnahmen bereits für jene, die hier auf das Asylverfahren warten, ist leider Inaktivität und Unzulänglichkeit zu konstatieren. Das zeigt sich am besten, indem er etwa pensionierte und fachlich nicht qualifizierte Lehrende für Sprachsommerkurse einsetzen will. Ich setze sehr auf Bildungsministerin Heinisch-Hosek und hoffe, dass sie diesem Unfug eine klare Absage erteilen wird.“

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