FPÖ-Hofer: Demographische Entwicklung droht Österreich zu überrollen

Nur durch echte Gesundheitsreform kann Pflege langfristig gesichert werden

Wien (OTS) - Angesichts der demographischen Entwicklung steht Österreich, besonders hinsichtlich der Finanzierung des Pflegebereichs, vor enormen Herausforderungen. Die Lebenserwartung steigt kontinuierlich und liegt bei Männern derzeit bei 78,9 und bei Frauen bei 83,7 Jahren. Hinzu kommt, dass aufgrund geburtenstarker Jahrgänge der Anstieg pflegebedürftiger Menschen enorm steigen wird. Der Soziologe Franz Kolland spricht hinsichtlich des zukünftigen Pflegebedarfs vom Beginn eines 30-jährigen Anstiegs mit mehreren Gipfeln, von denen der erste unmittelbar vor uns liege.

Der Dritte Präsident des Nationalrates und freiheitliche Behinderten-und Pflegesprecher Ing. Norbert Hofer weist in diesem Zusammenhang wiederholt auf eine dringend notwendige Strukturreformen im Gesundheitswesen hin, um die Langzeitpflege auch hinkünftig finanzieren zu können. „Österreich leistet sich nach wie vor doppelt so viele Akutbetten wie der europäische Durchschnitt. Das treibt die Kosten unnötigerweise in die Höhe. Mehr als drei Milliarden Euro an vermeidbaren Mehrkosten verursacht in Österreich die Belegung von Akutbetten mit Patienten, die eigentlich einen Pflegeplatz benötigen würden. Daher müssen Gesundheit und Pflege aus einer Hand finanziert werden", fordert Hofer und warnt davor, dass ansonsten weitere Leistungskürzungen für behinderte und pflegebedürftige Personen drohen.

Konkret will Hofer die aus einer Gesundheitsreform freiwerdenden Mittel direkt in die Langzeitpflege investieren. Hofer: „Sonst kann menschenwürdige Pflege in Zukunft wieder nur durch Steuer- und Abgabenerhöhungen ermöglicht werden. Das wäre aber ein falscher Weg. Die Österreicher stöhnen schon jetzt unter den hohen Lasten, die der Staat aufgrund fehlender Strukturreformen und einer seit Jahren bestehenden Reformverweigerung aufbürdet. Die Unfähigkeit der regierenden Politik, Entscheidungen zu treffen, gefährdet letztendlich nicht nur den Wohlstand und die Sicherheit in Österreich, sondern auch die soziale Sicherheit für jene Menschen, die ein Leben lang in die Staatskassen eingezahlt haben oder aufgrund eines Schicksalsschlages die Hilfe der öffentlichen Hand benötigen."

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