Kinderfreunde: Alle Jahre wieder – Kinderrechte gelten für ALLE Kinder

20. November ist Internationaler Tag der Kinderrechte

Wien (OTS) - „Ob Flüchtlingskinder, armutsbedrohte Familien oder ausgebeutete Kinder auf der ganzen Welt - wenn wir den Tag der Kinderrechte begehen, dann heißt das dorthin zu blicken, wo Kinder um eben diese Rechte gebracht werden“, erklärt Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde im Rahmen einer Veranstaltung im Parlament. Kinder mit und ohne Fluchterfahrung bastelten auf Einladung von Nationalratspräsidentin Doris Bures, und Bundesrats-Vizepräsidentin Inge Posch-Gruska in der Säulenhalle des Parlaments einen eindrucksvollen Leuchtturm für die Kinderrechte. „Mit dieser Aktion, die wir heute an vielen Orten in ganz Österreich durchführen, wolle wir zeigen, dass es in stürmischen und turbulenten Zeiten wichtig ist, den richtigen Weg zu finden. Prinzipien wie die Kinderrechte, Grundwerte oder besonders eindrucksvolle Projekte können auch Entscheidungsträger/innen zeigen, wo die Reise hingehen soll“, erklärt Oxonitsch. Natürlich war auch die aktuelle Situation vieler Kinder in Österreich ein großes Thema: „In diesem Jahr wurde uns lebhaft vor Augen geführt, wie viele Kinder auf der ganzen Welt ihre Heimat aus Angst vor Krieg, Leid und Hunger verlassen müssen. Es ist unsere Pflicht als Gesellschaft, diesen Kindern ein menschenwürdiges Leben und eine Zukunftsperspektive zu bieten“, fordert Oxonitsch.

Schlüssel sei hierbei der Zugang zu Bildung, es sei unerträglich, dass eine ganze Generation von jungen Menschen in Flüchtlingslagern auf der ganzen Welt ohne angemessene Schulbildung auskommen müsste:
„Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung, es braucht entschlossene und solidarische Außenpolitik und Entwicklungszusammenarbeit, um Kindern auch in Flüchtlingslagern im Libanon oder Jordanien einen Zugang zur Schulbildung bieten zu können“, so Oxonitsch. Doch auch im reichen Österreich sei die Situation für Flüchtlingskinder meist sehr schwierig: „Während die jüngeren Kinder in die Pflichtschule einsteigen können, gibt es für Jugendliche über 15 kein Recht auf Zugang zu Schulen oder Berufsausbildungen – diese verordnete Perspektivenlosigkeit sei der Nährboden für Kriminalität und Radikalisierung.

Auch für Kinder ohne Fluchtgeschichte sei die Umsetzung der Kinderrechte noch bei weitem nicht dort, wo die Kinderfreunde sie gerne hätten: „Wenn wir uns ansehen, wie sehr Bildungsmöglichkeiten von der sozialen Herkunft der Eltern abhängen, dann wird klar, dass das Recht auf Bildung für viele Kinder nur auf dem Papier besteht“, hält Oxonitsch fest. Ziel des Bildungssystems müsse es sein, soziale Startunterschiede auszugleichen, statt sie zu verstärken und zu manifestieren. „Ein sozial gerechtes Bildungssystem ist in Österreich lange nicht Realität und auch in vielen anderen Bereichen wie Mitbestimmung, kindgerechter Information über Anliegen, die sie betreffen oder Schutz vor Gewalt sind wir auch in Österreich noch nicht dort, wo wir als Kinderfreunde hinwollen. So bleibt der Tag der Kinderrechte nicht nur ein Jubiläum zum Feiern, sondern Jahr für Jahr ein Auftrag, weiter für die Rechte aller Kinder weiterzuarbeiten“, so Oxonitsch abschließend.

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