Wienerlied-Musiker im Rathaus geehrt

Wien (OTS) - Gestern überreichte Stadtrat Christian Oxonitsch im Rathaus drei Musikern der Wienerlied-Szene das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien. „Alfred Gradinger, Rudolf Koschelu und Fritz Oslansky haben einen großen Beitrag dazu geleistet, die Kultur des Wienerliedes zu pflegen und mit Leben zu füllen. Sie machten dabei die traditionelle Wienermusik nicht nur weit über die Grenzen unserer Stadt hinweg bekannt, sondern engagieren sich auch alle drei bis heute dafür, ihr Wissen und Können an den Nachwuchs der Szene weiterzugeben. In diesem Sinne darf ich ihnen im Namen der Stadt Wien herzlich Danke sagen“, so Oxonitsch bei der Verleihung im Wappensaal des Rathauses.

Alfred „Fredi“ Gradinger

Bereits im Alter von sechs Jahren erhielt Alfred Gradinger Akkordeon-Unterricht. Nach einem Studium am damaligen Konservatorium der Stadt Wien, schlug er die Laufbahn des Berufsmusikers ein. Als umtriebiger Komponist und Textautor ist er weit über die Grenzen Wiens hinaus bekannt. Aus seiner Feder stammen auch die 23 neuen Bezirkslieder und die zeitgenössische Volksmusik-CD „Da tuat si was in Österreich“. Er ist langjähriger musikalischer Begleiter des Schauspielers Karl Merkatz. Unzählige Tonträgeraufnahmen sowie Live-, Rundfunk- und Fernsehauftritte prägen seine jahrzehntelange Berufslaufbahn. Auch die Nachwuchsförderung liegt Gradinger sehr am Herzen. Er unterstützt fachkundig und mit hohem Engagement junge Talente der Wienerlied-Szene. Darüber hinaus ist auch er Mitglied des Arbeitskreises Unterhaltungsmusik im Österreichischen Komponistenbund.

Rudolf „Rudi“ Koschelu

Rudolf Koschelu absolvierte eine Lehre zum Maler- und Anstreicher und beschloss 1978 Berufsmusiker zu werden. 1979 belegte er beim Nachwuchswettbewerb in der Sparte U-Musik den 1. Platz. Im Jahr 1986 gründete er die „Berg- und Talschrammeln“ und übernahm den Part des Kontragitarristen. Im selben Jahr initiierte er auch die Einrichtung des ersten Wienerlied-Kurses in der Volkshochschule Stöbergasse in Wien-Margareten. Bekannt für seine einfühlsame Interpretation avancierte er zum hochkarätigen Kontragitarristen und Wienerliedsänger und ist seit vielen Jahren Partner von Prof. Karl Hodina. Er war außerdem der musikalische Begleiter der berühmten Dudlerin Trude Mally. Darüber hinaus ist Koschelu auch ein international vielgefragter Interpret der echten Wienermusik. Nach einer mehr als 30jährigen Berufslaufbahn kann er mittlerweile auf eine äußerst erfolgreiche Karriere mit zahlreichen Tonträgeraufnahmen, TV-Auftritten und Rundfunksendungen zurückblicken. Ein besonderes Anliegen ist Koschelu auch die Pflege und Verbreitung des Wienerliedes. Jungen Talenten gibt er sein Wissen gerne im Rahmen des Unterrichts an der Musikuniversität weiter.

Fritz Oslansky

Der gelernte Maschinenschlossermusizierte schon in jungen Jahren im Rahmen von Sommerfesten der Wiener Kinderfreunde und fand so auch zur Wienermusik und zu seinem Instrument Kontragitarre. 1972 lernte er seinen langjährigen Musikpartner den Knopfharmoniker-Spieler Hans Mannauer kennen. Gemeinsam mit Erich Zib war er im Jahr 1998 im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Nagano im Österreich-Haus tätig. In den darauffolgenden Jahren folgten Einladungen nach Hong Kong zum „Heurigen im Österreich-Klub“, nach Japan und Singapur. Im Jahre 2000 begann eine bis heute sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit Hannes Schlader, dem Gründer der Orginal „Bambis“. Die Engagements reichen von Auftritten auf dem Ball der Wiener Philharmoniker, dem Wiener Ärzteball bis zum Wiener Opernball in Athen.

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