Don Bosco Flüchtlingswerk: Kinderrechte müssen für alle Kinder gelten

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge können in Österreich von vielen Grundrechten nur träumen. Gleichgültigkeit gegenüber Flüchtlingskindern muss beendet werden.

Wien (OTS) - Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) haben ein Recht darauf, die Fürsorge und Betreuung zu erhalten, die ihnen laut UN-Kinderrechtskonvention zusteht. „Leider sind minderjährige Flüchtlinge noch immer Kinder zweiter Klasse“, sagt Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, zur Situation von UMF in Österreich. „Die fraglichen medizinischen Altersfeststellungen, die Ungleichstellung bei der Betreuung, das ungelöste Problem der Obsorge und die Diskriminierung bei der Ausbildung sind nur einige Punkte, bei denen die Kinderrechte massiv missachtet werden. Laut Österreichischer Bundesverfassung ist das Kindeswohl an vorrangige Stelle zu reihen.“

Aus Bildung wird Zukunft

Bildung ist ein Kinderrecht. Dazu Kern: „Es fehlt an Deutschkursen und allgemeinen Bildungs- und Integrationsangeboten. Ein Bildungsfahrplan und ein frühes Clearing für junge Flüchtlinge wären wichtig. Bildungsinitiativen sind gerade im Entstehen. Wir hoffen auf eine gute zeitliche und inhaltliche Koordination sowie auf integrative und zielgruppengerechte Angebote. Besonders schwierig ist die Bildungssituation für minderjährige Flüchtlinge, die nicht mehr schulpflichtig sind.“

Zukunftschancen geben, nicht nehmen

Die Verschärfung des Asylrechts sieht Kern als Rückschritt: „Asyl auf Zeit heißt für UMF nach einem ohnehin schon langen Asylverfahren nochmals drei Jahre Ungewissheit. Die fatalen Folgen: Schwierigkeiten bei der Lehrplatzsuche, Perspektivenlosigkeit und Verzweiflung.“

Kinderrechte und Jugendschutz müssen für alle Kinder gelten, auch für UMF. „Es ist an der Zeit, Kinderflüchtlingen realistische Zukunftschancen zu bieten, die Diskriminierung zu beenden und den positiven Effekten der Migration in der öffentlichen Diskussion mehr Raum zu geben“, fordert Kern und schließt mit den Worten: „Das Don Bosco Flüchtlingswerk und seine Träger, die Salesianer Don Boscos, die Don Bosco Schwestern und Jugend Eine Welt treten für die Gleichstellung aller Kinder und Jugendlichen ein. Das setzt voraus, dass Kinderrechte für alle Kinder, unabhängig von Herkunft und sozialem Status, gelten und auch umgesetzt werden.“

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Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eva Kern
Geschäftsführerin Don Bosco Flüchtlingswerk
Don Bosco Gasse 14, 1230 Wien
Tel: +43 (0)664 824 36 13
Mail: geschaeftsleitung@fluechtlingswerk.at
www.fluechtlingswerk.at

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