Neues Volksblatt: "Bio-Hirte" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 19. November 2015

Linz (OTS) - Nun ist es offiziell, Manfred Scheuer wird der 14. Bischof von Linz. Und die Freude in Oberösterreich ist ehrlich. Es war zwar nicht immer so, dass personelle Entscheidungen aus dem Vatikan auf so ungeteilte Zustimmung stießen — die Personalentscheidungen von Papst Franziskus sind bisher allerdings durchwegs geglückt. Die Diözese Linz ist ja nicht nur die zweitgrößte Österreichs, sie gilt auch als Herausforderung und Bischof Scheuer wird allgemein zugetraut, diese zu meistern. Einerseits weil er die Lage und die Menschen in Oberösterreich kennt, hier geboren ist, zum Priester ausgebildet wurde und den Kontakt zur Heimat nicht verloren hat. Anderseits aber auch in Innsbruck schon gezeigt hat, dass er der Bischofswürde gewachsen ist. Er gilt als Mann der Mitte, der den Ausgleich sucht. Der nicht mit dem Holzhammer draufhaut, sondern versucht, Brücken zu bauen. Der nicht laut brüllt, sondern zuhören kann.
In der Kirche werden gerne Vergleiche mit der Landwirtschaft gezogen und die Diözese Linz kann man durchaus mit einer Biowiese vergleichen, sehr bunt und artenreich. Vielleicht haben manche Monokulturen einen höheren Ertrag, sind auch einfacher zu bearbeiten und es gibt weniger Konflikte, aber Vielfalt und Vitalität leiden. Bischof Scheuer hat gezeigt, dass er ein „Bio-Hirte“ ist, dem es um das Leben und die Lebendigkeit geht.
Ja, Bischof Scheuer ist herzlich willkommen!

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001