Tageszentrum für Flüchtlingsfamilien am Westbahnhof geschlossen

Kinderfreunde und Freiwillige betreuten in WIPARK-Garage über 10.000 Menschen - Wehsely und Hacker ziehen Bilanz

Wien (OTS) - Mit Beginn dieser Woche hat das Tageszentrum für Flüchtlingsfamilien in der WIPARK-Garage am Westbahnhof seine Türen geschlossen. In den vergangenen zwei Monaten wurden in der von den Wiener Kinderfreunden betriebenen Einrichtung mehr als 10.000 Menschen betreut. Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely und Flüchtlingskoordinator Peter Hacker begründen den Schritt mit dem deutlichen Rückgang an Flüchtlingen, die durch Wien reisen.

Koordiniert von den Kinderfreunden haben seit 14. September rund 800 Freiwillige unzählige Arbeitsstunden geleistet, um Flüchtlingsfamilien auf der Durchreise etwas Ablenkung und Entspannung zu ermöglichen. In der dritten Etage der WIPARK-Garage standen auf 2.500 Quadratmetern unter anderem Versorgungstationen, Ruhebereiche, Wickelstationen, Stillecken und Spielflächen für Kinder zur Verfügung. Das Tageszentrum war in den vergangenen beiden Monaten täglich geöffnet und hat wesentlich zur Entlastung der oft vollen Bahnsteige beigetragen.

"Die Strapazen einer Flucht sind zermürbend und belastend. Das Familienleben und das Kindsein bleiben dabei auf der Strecke. Umso mehr freut es mich, dass die Wiener Kinderfreunde mit dem connect.family.day.center zur Erholung tausender Eltern und Kindern beitragen konnten", so die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely.

"Es haben sehr viele Menschen in dieser Stadt zum Gelingen dieses wichtigen Projektes beigetragen", betont Jugendstadtrat Christian Oxonitsch. "Ich möchte mich bei ihnen allen für das großartiges Engagement und ihren Einsatz bedanken!"

Auch Flüchtlingskoordinator Peter Hacker bedankt sich bei den Kinderfreunden, den vielen Freiwilligen und der Firma WIPARK, die das Parkdeck zur Verfügung gestellt hat. "Alle Beteiligten haben dazu beigetragen, die Abläufe auf einem großen Wiener Verkehrsknotenpunkt zu ordnen. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass Wien in der Lage ist, mit einer großen Anzahl von Flüchtlingen umzugehen - in einer menschlichen Art, wie sie für alle erlebbar war." In den vergangenen Woche habe der Andrang jedoch deutlich nachgelassen, so Hacker:
"Aktuell reisen nicht mehr so viele Flüchtlinge durch Wien wie noch im September. Wir haben uns daher entschlossen, die Akutmaßnahmen an den Bahnhöfen schrittweise zu reduzieren."

Seit Anfang September sind rund 250.000 Flüchtlinge durch Wien gereist, in den rund 20 Notunterkünften der Stadt standen für sie bis zu 8.000 Betten pro Tag bereit. In den gemeinsam mit Hilfsorganisationen betriebenen Notquartieren wurden bislang rund 320.000 Übernachtungen gezählt, ergänzt von anderen Angeboten wie dem Tageszentrum am Westbahnhof.

"Mein Dank gilt den hunderten Freiwilligen, die sich mit viel Einfühlungsvermögen um die Flüchtlinge kümmern", so Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely abschließend. "Sie sorgen dafür, dass sich die Flüchtlinge hier in Wien gut betreut fühlen."

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