Staatssekretärin Steßl: Digitaler Wandel bringt Chancen und Möglichkeiten

„Digital Roadmap“ soll Entwicklung gestalten und Gesellschaft zukunftsfit machen – Bildung, Arbeit, faire Verteilung und E-Government wichtige Punkte

Wien (OTS/SK) - Bei der Bundesrats-Enquete „Digitaler Wandel und Politik“ hat Staatssekretärin Sonja Steßl am Mittwoch ein Eröffnungsstatement abgegeben. „Wir bewegen uns in einer Zeit des Umbruchs. Die Digitalisierung verändert die Gesellschaft an sich. Themenbereiche wie Wirtschaft und Arbeit, aber auch andere gesellschaftspolitische Bereiche werden von der fortschreitenden Digitalisierung beeinflusst“, sagte Steßl. Und weiter: „Wir müssen gut für die Zukunft gerüstet sein. Ich bin der Überzeugung, dass Europa im Bereich Digitalisierung große Chancen hat, weltwirtschaftliche Akzente zu setzen. Ob wir das Potenzial der Digitalisierung bestens nützen, ein Player in der globalisierten Welt sind und für Wohlstand sorgen, ist neben vielen strategischen Entscheidungen auch vom innovationsfreundlichen Klima und den entsprechenden Rahmenbedingungen abhängig, die wir PolitikerInnen schaffen.“ ****

Die fortschreitende Digitalisierung rufe bei den einen Enthusiasmus hervor, bei anderen aber auch Skepsis und die Frage, wie man damit umgehen soll. Dieser Skepsis gelte es, entgegenzutreten. „Wir brauchen eine Verständigung darüber, dass die Digitalisierung viele Möglichkeiten bringt, die wir politisch mitgestalten wollen. Es sind zukunftsweisende Weichenstellungen gefragt, anstatt erst auf den fahrenden Zug aufzuspringen oder ihn gar zu verpassen.“

Gemeinsam mit Staatssekretär Mahrer ist Steßl von der Bundesregierung beauftragt, eine „Digital Roadmap“ zu erstellen und die Entwicklungen zur Digitalisierung mitzugestalten. Dazu habe es im Sommer einen Kick-off mit den Ministerien und danach mit den Ländern, Städten, Gemeinden und mit den Sozialpartnern gegeben. „Wir haben die Teilstrategien zusammengefasst und in Arbeitsgruppen untergliedert, die seit August sehr aktiv sind.“ Der Prozess werde sehr offen gestaltet. „Ab Jänner wird es einen Open-space-Prozess zur Digital Roadmap geben, in den sich die ganze Gesellschaft einbringen kann.“

Digitale Technologien verändern etwa die Arbeitswelt. „Wir werden in Zukunft über Berufsbilder verfügen, die wir uns heute gar nicht vorstellen können“, ist Steßl überzeugt. Man müsse sich mit veränderten Rahmenbedingungen etwa in Sachen Fairness und soziale Absicherung im Crowdworking-Bereich auseinandersetzen. Bisherige Gewohnheiten und Diskussionen über Arbeitszeiten und Erreichbarkeit würden sich verändern.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei auch das Thema Bildung. „Kinder und Jugendliche gehen ganz anders mit dem Thema um“, betonte Steßl. In einer Zeit, in der Digital Natives bereits in Führungspositionen sind und Kinder mit der Digitalisierung aufwachsen, müsse digitale Kompetenz neben Lesen, Schreiben und Rechnen zur vierten Kulturtechnik werden. „Bildung ist das Rüstzeug für den Beruf und die Teilhabe an der Gesellschaft. Wir müssen die Menschen für die Digitalisierung zukunftsfit machen, die digitale Kluft beseitigen und die Gesellschaft mitgestalten lassen“, forderte Steßl.

„Für unser Land ist es wichtig, dass Wohlstand und auch digitale Infrastruktur fair verteilt wird, deswegen setzt die Regierung einen Masterplan für den Breitband-Ausbau an“, unterstrich Steßl weiters. Ziel sei es, dass nicht nur Städte, sondern auch ländliche Regionen Breitband-Infrastruktur zur Verfügung haben. Damit würde man etwa die Ansiedelung und Weiterentwicklung von Unternehmen in den Regionen fördern.

Ein wichtiges Anliegen ist der Staatssekretärin auch das E-Government. „Wir sind Vorreiter im E-Government-Bereich“, zeigte sich Steßl erfreut. „Mein Ziel ist es, dass BürgerInnen Amtswege im Bereich Verwaltung online erledigen können. Das muss Recht, soll aber keine Pflicht sein. Wir arbeiten laufend an der Verbesserung der E-Government-Systeme“, sagte Steßl. (Schluss) ve/sc

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