Bildungsreform - Stronach/Lugar: Heinisch-Hosek experimentiert mit einer ganzen Generation

Modellregionen mit Abschaffung der Gymnasien sind gefährliche Drohung

Wien (OTS) - „Das ist keine Reform, sondern eine massive Verschlechterung. In ihrer ideologischen Verblendung setzt Ministerin Heinisch-Hosek unsere Kinder wie weiße Mäuse ein und schafft mit ihrem Bildungsexperiment eine verlorene Generation“, warnte Team Stronach Klubobmann Robert Lugar in einer Pressekonferenz zur Bildungsreform. Vor allem die geplanten Modellregionen sind für Lugar inakzeptabel. „Wenn an 15 Prozent der Schulstandorte Gymnasien und Sonderschulen abgeschafft werden und alles in einen Schultyp gepfercht wird, müssen die Eltern entweder den Wahlsprengel wechseln - was in Österreich unmöglich ist - oder ihre Kinder in Privatschulen schicken“, mahnte Lugar.

Diese Bildungsreform sei als „gefährliche Drohung“ zu verstehen. „Denn die Ministerin will das gescheiterte Konzept der Gesamtschule nun auch auf funktionierende Schulen wie Gymnasien umlegen“, erklärte Lugar. Die Gesamtschule sei aber bereits in den Volkschulen gescheitert. „Die Volksschule macht genau das Gegenteil von dem, was sie soll: alle auf ein hohes Niveau zu heben, um für höhere Schulen gerüstet zu sein. Stattdessen segregiert und separiert sie die Kinder. Die Schwierigkeiten beim Lesen und anderen Kulturtechniken entstehen in den Volksschulen“, machte Lugar aufmerksam. „Hier wird mit nordkoreanischen Methoden über die Köpfe der Betroffenen drübergefahren“, kritisierte der Team Stronach Klubobmann, der selbst Vater von zwei schulpflichtigen Kindern ist.

Auch sei es nicht gelungen, den Schulen mehr Autonomie einzuräumen und diese aus dem Einfluss der Länder zu befreien, zeigte sich Lugar enttäuscht. „Die Bildungsdirektionen sind purer Etikettenschwindel, die Landeschulräte werden einfach nur umbenannt“, sagte Lugar. „Wenigstens schafft man die Vizeschulräte ab, da wird zumindest etwas Geld eingespart“, fügte er hinzu. Einzig bei den Kindergärten gebe es positive Neuerungen. Es sei Lugar bewusst, dass es für Heinisch-Hosek „sicher nicht leicht ist, sich gegen die mächtigen Länder durchzusetzen.“ Dennoch werde das Team Stronach dieser Reform nicht zustimmen, weil sie gegen die Interessen der Eltern und Schüler gerichtet ist. „Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“, kündigte Lugar seinen eigenen und auch massiven Widerstand seitens der Eltern an.

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