• 18.11.2015, 12:39:34
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Bildungsreform - Stronach/Lugar: Heinisch-Hosek experimentiert mit einer ganzen Generation

Modellregionen mit Abschaffung der Gymnasien sind gefährliche Drohung

Utl.: Modellregionen mit Abschaffung der Gymnasien sind gefährliche
Drohung =

Wien (OTS) - „Das ist keine Reform, sondern eine massive
Verschlechterung. In ihrer ideologischen Verblendung setzt Ministerin
Heinisch-Hosek unsere Kinder wie weiße Mäuse ein und schafft mit
ihrem Bildungsexperiment eine verlorene Generation“, warnte Team
Stronach Klubobmann Robert Lugar in einer Pressekonferenz zur
Bildungsreform. Vor allem die geplanten Modellregionen sind für Lugar
inakzeptabel. „Wenn an 15 Prozent der Schulstandorte Gymnasien und
Sonderschulen abgeschafft werden und alles in einen Schultyp
gepfercht wird, müssen die Eltern entweder den Wahlsprengel wechseln
- was in Österreich unmöglich ist - oder ihre Kinder in Privatschulen
schicken“, mahnte Lugar.

Diese Bildungsreform sei als „gefährliche Drohung“ zu verstehen.
„Denn die Ministerin will das gescheiterte Konzept der Gesamtschule
nun auch auf funktionierende Schulen wie Gymnasien umlegen“, erklärte
Lugar. Die Gesamtschule sei aber bereits in den Volkschulen
gescheitert. „Die Volksschule macht genau das Gegenteil von dem, was
sie soll: alle auf ein hohes Niveau zu heben, um für höhere Schulen
gerüstet zu sein. Stattdessen segregiert und separiert sie die
Kinder. Die Schwierigkeiten beim Lesen und anderen Kulturtechniken
entstehen in den Volksschulen“, machte Lugar aufmerksam. „Hier wird
mit nordkoreanischen Methoden über die Köpfe der Betroffenen
drübergefahren“, kritisierte der Team Stronach Klubobmann, der selbst
Vater von zwei schulpflichtigen Kindern ist.

Auch sei es nicht gelungen, den Schulen mehr Autonomie einzuräumen
und diese aus dem Einfluss der Länder zu befreien, zeigte sich Lugar
enttäuscht. „Die Bildungsdirektionen sind purer Etikettenschwindel,
die Landeschulräte werden einfach nur umbenannt“, sagte Lugar.
„Wenigstens schafft man die Vizeschulräte ab, da wird zumindest etwas
Geld eingespart“, fügte er hinzu. Einzig bei den Kindergärten gebe es
positive Neuerungen. Es sei Lugar bewusst, dass es für Heinisch-Hosek
„sicher nicht leicht ist, sich gegen die mächtigen Länder
durchzusetzen.“ Dennoch werde das Team Stronach dieser Reform nicht
zustimmen, weil sie gegen die Interessen der Eltern und Schüler
gerichtet ist. „Doch das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“,
kündigte Lugar seinen eigenen und auch massiven Widerstand seitens
der Eltern an.

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