Freund: Energieunion europäisch vorantreiben

SPÖ-EU-Abgeordneter: „Prinzip der Freiwilligkeit für nachhaltige und zukunftsorientierte Energiepolitik zu wenig“

Wien (OTS/SK) - EU-Kommissar Maroš Šefčovič hat heute, Mittwoch Vormittag, seinen Bericht zum aktuellen Stand zur Europäischen Energieunion präsentiert. Nach der im Februar diesen Jahres vorgestellten Rahmenstrategie lautet das Fazit von Šefčovičs mehrmonatiger Tour durch die einzelnen Mitgliedstaaten, bei der er den aktuellen Entwicklungsstand erhebt: Nur ein Drittel der Staaten hat bis dato konkrete Strategiepläne im Bereich Energie und Klima vorgelegt. „Österreich ist zwar eines jener Länder, das bedeutende Anstrengungen unternommen hat, indem es entsprechend in nachhaltige Technologien investiert hat. Doch der Gesamtenergieverbrauch muss noch reduziert werden. Europa steht quasi noch ganz am Anfang dieses ambitionierten Projekts“, sagt SPÖ-EU-Abgeordneter Eugen Freund gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

„Die Mitgliedstaaten sind teilweise nachlässig bei der Umsetzung bestehender Gesetze für mehr Energieeffizienz. Durch die möglichen Einsparungen könnten Strom- und Heizkosten für die KonsumentInnen drastisch reduziert werden. Und genau darum geht es: Die BürgerInnen müssen im Mittelpunkt dieses Projekts stehen. Auch das Problem der Energiearmut muss konkret bekämpft werden. Umso wichtiger ist es, die Energieunion mit einer starken demokratischen und entsprechenden sozialen Komponente auszustatten. Die Kommission muss hier strenger agieren und unbedingt das Parlament miteinbeziehen. Das ist essentiell für die künftige Entwicklung des Energiebereichs in Europa“, betont Freund, Mitglied im Energieausschuss im EU-Parlament.

Der Abgeordnete besteht darauf, die Energie- und Klimaziele für 2030 sowohl national als auch auf EU-Ebene verbindlich zu machen: „Eine nachhaltige und CO2-arme Energiepolitik erreichen wir nicht mit freiwilligen Beiträgen der Mitgliedsstaaten, denn das ist schlichtweg zu wenig. Für 2016 kündigt die EU-Kommission endlich neue Legislativvorschläge für die Bereiche Energieeffizienz und Gasversorgungssicherheit an“, so Freund.

„Eine echte EU-Energiepolitik muss mit einer Energiesicherheitspolitik Hand in Hand gehen. Die aktuellen außenpolitischen und energiepolitischen Herausforderungen zeigen, dass die Energieversorgungssicherheit europäisch und solidarisch gestaltet sein muss“, betont der SPÖ-EU-Abgeordnete. (Schluss) mb/mp

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