Nationalratspräsidentin Bures rollte Lehrlingen den Roten Teppich aus

Die Nationalratspräsidentin eröffnete heute das erste Lehrlingsforum der Demokratiewerkstatt mit 20 Lehrlingen der Wiener Stadtwerke

Wien (PK) - Nationalratspräsidentin Doris Bures eröffnete heute, Mittwoch, das erste Lehrlingsforum der Demokratiewerkstatt. In diesem Rahmen begrüßte Bures um 10.00 Uhr in der Demokratiewerkstatt des Parlaments im Palais Epstein 20 Lehrlinge der Wiener Stadtwerke, die über einen Roten Teppich in den Festsaal geleitet wurden - und somit die ersten TeilnehmerInnen des Lehrlingsforums waren.

Bures begrüßte sie mit den Worten: "Als ich vor etwas mehr als einem Jahr Nationalratspräsidentin geworden bin, habe ich in diesem Haus viele tolle Einrichtungen kennengelernt. Eine davon war die Demokratiewerkstatt. Aber etwas hat gefehlt - und das waren Sie. Darum haben wir Ihnen heute den Roten Teppich ausgerollt - über den sonst nur Staatsgäste gehen. 80.000 Kinder und Jugendliche haben die Demokratiewerkstatt des Parlaments bisher besucht. Darunter waren aber so gut wie keine Lehrlinge. Das ändern wir ab heute." Rund 1.000 Lehrlinge sollen von nun an jährlich ins Lehrlingsforum der Demokratiewerkstatt kommen, so die Nationalratspräsidentin.

Drei Schwerpunkte: Parlament, Demokratie und PolitikerInnen

Das auf Initiative der Nationalratspräsidentin geschaffene Lehrlingsforum soll Lehrlingen die Bedeutung von Politik und Demokratie vermitteln, das Interesse an politischer Beteiligung wecken und dabei an die reale Erfahrungswelt der jungen Menschen anknüpfen. Lehrlinge aus ganz Österreich im Alter von 15 bis 24 Jahren können dabei an drei thematisch unterschiedlichen Workshops teilnehmen, die in Kooperation mit der Bundesjugendvertretung eigens für diese Zielgruppe konzipiert worden sind. Die rund vierstündigen Workshops des Lehrlingsforums sind unterteilt in die Bereiche "Parlament", "Demokratie" und "PolitikerInnen".

Nationalratspräsidentin Bures: "Demokratie funktioniert nur, wenn alle mitmachen. Junge und Alte, Frauen und Männer und eben auch Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge."

Lehrlingsparlament und jugendliche Mitbestimmung

Das Lehrlingsforum der Demokratiewerkstatt war nicht die erste Innovation für Lehrlinge im Parlament, die von Nationalratspräsidentin Doris Bures initiiert wurde. Am 4. und 5. März 2015 wurde das erste Lehrlingsparlament abgehalten. Bei dieser zweitägigen Veranstaltung schlüpften Jugendlichen in die Rolle von Abgeordneten und lernten den Gesetzgebungsprozess kennen. Wie im realen parlamentarischen Leben schlossen sie sich zu Klubs zusammen, erarbeiteten Positionen zu fiktiven Gesetzesvorschlägen und bestimmten, welche Personen den jeweiligen Klub in den Ausschussberatungen vertreten sollen. Am Ende musste schlussendlich bei einer Plenarsitzung eine Mehrheit für die jeweilige Position gefunden werden.

Nationalratspräsidentin Bures sagte dazu heute zu den 20 Lehrlingen:
"Wenn Sie sich nicht einbringen, dann bestimmen andere über Sie und ihre Lebenschancen. Es wäre schön, wenn das Lehrlingsforum für Sie ein Anfang ist, sich verstärkt mit Politik und dem Wert von Demokratie auseinanderzusetzen. Ich wünsche Ihnen alles Gute."

In Österreich beginnen knapp 40 Prozent aller Jugendlichen nach Vollendung der neunjährigen Schulpflicht eine Lehrausbildung (2014:
38,8 Prozent). Insgesamt werden in knapp 32.000 Lehrbetrieben (bzw. überbetrieblichen Lehrwerkstätten) rund 115.000 Lehrlinge ausgebildet. 34,1 Prozent von ihnen sind weiblich.

Nationalratspräsidentin Doris Bures: "Lehrling zu sein, bedeutet schon sehr früh ein sehr erwachsenes Leben zu führen. Sie stehen voll im Beruf, tragen Verantwortung und treffen Entscheidungen - für sich selbst und für ihre Zukunft. Sie kennen viele Facetten des Lebens und sollten daher nicht andere über sich bestimmen lassen, sondern mittun und auf keinen Fall auf ihr Wahlrecht verzichten. Dieses Recht wurde in Österreich hart erkämpft." (Schluss) wz

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie im Fotoalbum auf www.parlament.gv.at.

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