Kaske auf L14-Bildungsinfomesse: „Junge brauchen Chance zum Lernen“ – FOTO

Bis Samstag 8.000 BesucherInnen erwartet – AK Präsident fordert Berufsinfo schon in der Schule, Lehre mit Qualität und gesamtnationale Bildungsstrategie

Wien (OTS) - Bereits am ersten Tag hunderte BesucherInnen bei den L14 Bildungs- und Berufsinfotagen der AK Wien! „Das Interesse an Berufsinfo ist enorm“, sagte AK Präsident Rudi Kaske heute beim L14-Rundgang mit Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek. Bis Samstag werden 8.000 BesucherInnen erwartet, die den besten Bildungsweg suchen. Verstärkte Berufsorientierung wünscht sich Kaske auch in den Schulen. Und er will mehr gute Ausbildungsplätze durch eine Qualitätsoffensive in der Lehre. Generell wünscht er sich nach dem gestrigen Bildungskompromiss in der Bundesregierung eine gesamtnationale Bildungsstrategie: „Jedes Kind, jeder Jugendliche braucht seine Chance zum Lernen.“

Berufsorientierung ist mittlerweile ein eigenes Fach in der Neuen Mittelschule. Ein eigenes Fach fordert Kaske auch für die Unterstufen der Gymnasien. Kaske: „Die Jugendlichen sollen Schritt für Schritt zum Wunschberuf kommen. Dabei unterstützen wir die Schulen auch mit eigenen Materialien.“

Wenn die Berufsorientierung passt, müssen auch ausreichend gute Ausbildungsplätze da sein, sagte Kaske. Beim neuen Lehrlingsmonitor von AK, ÖGB und Gewerkschaftsjugend sagen zwei von fünf Lehrlingen:
Der Ausbildner, die Ausbildnerin ist selten im Betrieb – oder sie wissen gar nicht, wer das ist. Ebensoviele bekommen selten oder nie Rückmeldung zum Lernfortschritt. Dagegen fordert Kaske die gesetzliche Einführung eines Qualitätsmanagements in der Lehre. Außerdem soll die Lehrstellenförderung für die Betriebe im letzten Lehrjahr daran geknüpft werden, ob ihre Lehrlinge die Abschlussprüfung schaffen.

Schon in der Schule müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass alle zu einem Abschluss kommen. Der gestrige Bildungskompromiss in der Regierung sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte Kaske. Positiv sei vor allem das zweite Gratiskindergartenjahr, ebenso die Modellregionen für die gemeinsame Schule.

Kaske tritt für eine gesamtnationale Bildungsstrategie ein. Wichtig ist dem AK Präsidenten eine soziale Schulfinanzierung: Die Schulen sollen umso mehr Mittel bekommen, je mehr SchülerInnen sie haben, denen die Eltern selbst nicht beim Lernen helfen können. Außerdem will Kaske mehr echte, verschränkte Ganztagsschulen.

SERVICE: Fotos vom L14-Rundgang ab ca 13.00 Uhr unter http://wien.arbeiterkammer.at

HINWEIS: L14-Bildungs- und Berufsinfotage der Arbeiterkammer Wien, bis 21. November 2015. Eintritt frei! Familienprogramm Freitag 14 bis 17 Uhr, Samstag 9 bis 17 Uhr – im AK Wien Bildungszentrum, 1040, Theresianumgasse 16-18, http://www.L14.at

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Arbeiterkammer Wien
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(+43-1) 501 65-2347
peter.mitterhuber@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

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