„dok.film“-Premiere „Private Revolutions – Jung, weiblich, ägyptisch“ am 22. November

Geschichten von Frauen des „Arabischen Frühlings“

Wien (OTS) - Wie Frauen in Ägypten für die Verbesserung ihrer Welt und damit auch für die Zukunft ihrer Kinder kämpfen, das zeigt der vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Kinodokumentarfilm „Private Revolutions – Jung, weiblich, ägyptisch“ von Alexandra Schneider. In der Fernsehfassung, die im „dok.film“ am Sonntag, dem 22. November 2015, um 23.05 Uhr in ORF 2 ihre TV-Premiere feiert, erzählen drei junge Ägypterinnen aus unterschiedlichen Milieus ihre Geschichten. Im Unterschied zu den männlichen Revolutionären des sogenannten „Arabischen Frühlings“ lehnen sie sich im Kampf nicht nur gegen die Obrigkeit auf, etwa gegen das Regime Mubarak, sondern versuchen stets für etwas zu sein. Ihr Slogan lautet: „Brot, Freiheit und soziale Gerechtigkeit“ – eine neue und moderne Art der Revolution, in der es gerade die jungen Frauen sind, über die man spricht.

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Amani Eltunsi engagiert sich mit ihrer Radiostation und ihrem Verlag für mehr Frauenrechte und stößt als unverheiratete Business-Frau ihre Landsleute vor den Kopf. In ihren Sendungen geht es um Themen wie häusliche Gewalt, sexuelle Diskriminierung und persönliche Freiheit. Berichte, mit denen sie stets bei Religionsvertretern und der staatlichen Medienzensur aneckt.
Fatema versucht ihre politische Karriere bei den Muslimbrüdern mit ihren Verpflichtungen als Mutter zu vereinbaren. Sie hält Schulungen, reist ins Ausland und organisiert mit ihrem Team den Präsidentschaftswahlkampf für Mursi. Gleichzeitig hat sie als Mutter von drei kleinen Söhnen alle familiären Verpflichtungen zu erfüllen. Seit dem Sturz Mursis wird ihre Familie verfolgt und ihr Vater ist zum wiederholten Mal in Gefangenschaft.
Sharbat widersetzt sich ihrem Mann sowie ihrem sozialen Umfeld und riskiert alles, indem sie gemeinsam mit ihren Kindern gegen das Regime demonstriert. Für ihre Art des Protestes zahlt sie einen hohen Preis. Ihr ältester Sohn wurde bereits verhaftet und gefoltert, ihr Mann hat sie mehrmals samt den Kindern auf die Straße gesetzt und ihre Nachbarn ächten sie.

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