ELGA in der Zielgeraden

Im Dezember starten öffentliche Spitäler in der Steiermark und Wien mit ELGA

Wien (OTS) - Die Vorbereitungsarbeiten für den Start der elektronischen Gesundheitsakte ELGA sind nahezu abgeschlossen. "Die technische Anbindung der Spitäler an die ELGA-Infrastruktur ist weitgehend fertiggestellt und wird nun noch speziellen Tests unterzogen, um die bestmögliche Ausgangsbasis für einen funktionierenden und sicheren Start von ELGA am 9. Dezember 2015 zu gewährleisten", erklärt Susanne Herbek, Geschäftsführerin und Sprecherin der ELGA GmbH wenige Wochen vor dem Start. "Wir nutzen überdies die Zeit, um die Bürgerinnen und Bürger zu informieren. Gleichzeitig mit Wien und Steiermark geht ja auch das neue ELGA-Portal mit seinen erweiterten Funktionen österreichweit in Betrieb."

ELGA stärkt Patientenautonomie und Patientenrechte

Damit sind erstmals sämtliche Funktionen des ELGA-Portals für die Patientinnen und Patienten nutzbar, mit Ausnahme der e-Medikation, die erst 2016 schrittweise startet. Herbek: "Über das ELGA-Portal können Bürgerinnen und Bürger nun ihre eigenen Gesundheitsdaten einsehen, ausdrucken oder abspeichern – egal, wann und egal, wo sie gerade sind. Das ist neu und bringt den Patientinnen und Patienten mehr Wissen über ihre eigenen Gesundheitsdaten." Im Protokoll ist für die Bürgerinnen und Bürger zudem genau nachvollziehbar, wer, wann was aufgerufen oder durchgeführt hat. Der Zugang zur persönlichen ELGA erfolgt über das österreichische Gesundheitsportal unter www.gesundheit.gv.at mittels Handysignatur oder Bürgerkarte.

Gleichzeitig nimmt auch die ELGA-Ombudsstelle mit ihren Standorten bei den Patientenanwaltschaften in Wien und der Steiermark den Betrieb auf und wird die ELGA-Teilnehmer bei der Wahrnehmung und Durchsetzung ihrer Rechte unterstützen.

Erste ELGA-Befunde

Bürgerinnen und Bürger werden in ihrer persönlichen ELGA zu Beginn ausschließlich Befunde aus stationären Einrichtungen sehen können. "Erst wenn ein Krankenhaus oder eine Pflegeeinrichtung mit ELGA arbeitet und man dort in Behandlung oder Betreuung war, entstehen ELGA-Gesundheitsdaten. Alte Befunde werden nicht nachträglich übertragen. Das ist technisch nicht möglich, da die ELGA-Befunde in einem neuen, interaktiven Format bereitgestellt werden, das viel mehr kann als Papier oder PDF", erklärt Herbek. Die ersten Gesundheitsdaten, die über ELGA verfügbar gemacht werden, sind also ärztliche bzw. pflegerische Entlassungsbriefe sowie ausgewählte Labor- und Röntgenbefunde aus teilnehmenden Spitälern und Pflegeeinrichtungen. Der niedergelassene Bereich wird erst später mit ELGA arbeiten.

ELGA startet schrittweise

Die ersten Gesundheitseinrichtungen, die ELGA verwenden werden, sind Spitäler und Pflegewohnhäuser des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), sämtliche Landeskrankenhäuser der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) sowie das Krankenhaus der Elisabethinen in Graz, die Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz, das Marienkrankenhaus Vorau und das Neurologische Therapiezentrum in Kapfenberg. In Wien wird die Inbetriebnahme von ELGA mehrstufig erfolgen: Es starten fünf Abteilungen des Krankenhauses Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel, die weiteren Spitäler und Pflegewohnhäuser folgen schrittweise. Das AKH Wien wird im Frühjahr 2016 mit ELGA in Betrieb gehen. Die Steiermark startet in allen beteiligten Spitälern zeitgleich. Zug um Zug nehmen danach die öffentlichen Spitäler in den anderen Bundesländern und die Unfallkrankenhäuser der AUVA an ELGA teil. Die ELGA-Funktion "e-Medikation" beginnt im ersten Halbjahr 2016 im Bezirk Deutschlandsberg und wird danach in ganz Österreich zur Verfügung stehen.

Mehr Informationen zu ELGA

Bürgerinnen und Bürger erhalten bei allgemeinen Fragen zu ELGA bzw. bei Fragen zur ELGA-Teilnahme werktags von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr unter der Telefonnummer 050 124 4411 Auskunft. Weitere Informationen sind online unter www.gesundheit.gv.at (Zugang ELGA-Portal) oder unter www.elga.gv.at abrufbar.

Die elektronische Gesundheitsakte ELGA ist ein gemeinsames Vorhaben von Bund, allen neun Bundesländern und der Sozialversicherung.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Susanne Herbek
ELGA GmbH
Tel. 01 / 2127050-5701
office@elga.gv.at
www.elga.gv.at

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