Neues Volksblatt: "Kein gutes Händchen" von CR Christian HAUBNER

Ausgabe vom 13. November 2015

Linz (OTS) - Das Denken in „Was wäre wenn“-Kategorien erfüllt zumindest den Sinn, für die Zukunft zu lernen. Insofern zahlt sich nach dem Filetieren der Bank Austria ein Blick in die Vergangenheit aus. Und dieser Blick zeigt, dass die SPÖ kein Wirtschaftsprofi ist. So hat SP-Kanzler Franz Vranitzky 1997 den Verkauf der florierenden Creditanstalt an die Bank Austria hinter dem Rücken der ÖVP unter Wolfgang Schüssel durchgesetzt. Die Genossen feixten und zeigten unverhohlen Freude und Genugtuung, die Demütigung Schüssels war groß. Der Preis dafür sollte allerdings ein hoher sein, wie sich einige Jahre später zeigte: Denn das einstige rot-weiß-rote Aushängeschild Creditanstalt wanderte 2001 samt der BA-CA zur deutschen HVB, die dann ihrerseits an die italienische UniCredit verkauft wurde. Von Rot-Weiß-Rot keine Spur mehr, dafür umso deutlichere Zeichen einer Kapitalvernichtung für ebendieses Rot-Weiß-Rot. Heute weiß man: Das Feixen der Genossen und deren Genugtuung, der ÖVP und ihrem damaligen Chef Schüssel gehörig eins ausgewischt zu haben, waren überaus teuer erkauft.
Teuer erkauft war auch das rote Fuhrwerken bei der Bawag, samt Verkauf an die sonst so gescholtenen „Heuschrecken“, sprich Investmentfonds. Dafür wetterten die Genossen einst mit Großdemos gegen eine Privatisierung, die wirklich eine Erfolgsgeschichte ist, nämlich jene der voestalpine. Zeugt nicht von einem guten Händchen.

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