Nächste Schritte im Bieterverfahren zum Verkauf des ORF-Funkhauses

Wien (OTS) - Der ORF führt seine Wiener Standorte im ORF-Zentrum auf dem Küniglberg zusammen. Die 2014 gefasste Entscheidung dazu ist Ergebnis eines eingehenden, mehrjährigen Analyse- und Planungsprozesses, in dessen Rahmen der ORF die Leitlinien für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens vor dem Hintergrund der programmlichen, technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen erarbeitet hat. Als Teil dieses Konsolidierungsprozesses wurde Anfang November ein transparentes Bieterverfahren zum Verkauf des Funkhauses in der Argentinierstraße eingeleitet. In den vergangenen Wochen gab es diverse öffentliche Stellungnahmen Dritter zu Verfahren, Preis, Nachnutzung etc., die nicht den Tatsachen entsprechen, weshalb der ORF die Eckpunkte des Bieterverfahrens nochmals klarstellt:

Im ersten Schritt wurde zur Abgabe von Interessenbekundungen eingeladen, um geeignete Interessenten zu finden. Innerhalb der entsprechenden Frist (bis 11.11.2015) haben sich nun 31 Interessenten gemeldet, unter ihnen viele namhafte Immobilieninvestoren. Allein schon die große Zahl an Interessenten zeigt, dass damit der Grundstein für die erfolgreiche Durchführung eines transparenten Verkaufsprozesses und die Basis eines ausreichenden Wettbewerbs gelegt werden konnten. In der Öffentlichkeit diskutierte Rechtsgutachten, die juristische Bedenken bezüglich des Verkaufsprozesses angemeldet hatten, übersehen ganz offensichtlich, dass das indikative Angebot nicht bindend und für das weitere Verfahren auch nicht relevant ist und sind insofern eine Fehlinterpretation des Bieterverfahrens.

Im nächsten Schritt werden die Interessenbekundungen nun einem umfangreichen Evaluierungsprozess unterzogen: Die Bekanntgabe eines Mindestanbots diente nur dem Einstieg in ein sehr umfangreiches Verhandlungsverfahren, in dem die Bonität des Interessenten geprüft wird, und allfällige Projektideen, insbesondere auch hinsichtlich der Aufrechterhaltung des Kulturstandortes Argentinierstraße mit dem RadioKulturhaus und als RSO-Standort evaluiert werden. Danach sollen alle Interessenten eingeladen werden, binnen einer zumindest zweimonatigen Frist erste verbindliche Anbote zu legen.

Im Anschluss daran finden in Verhandlungsrunden mit den Bewerbern abschließende Gespräche statt, um eine Entscheidung vorzubereiten.

Durch die Konsolidierung der Wiener ORF-Standorte im ORF-Zentrum wird die ORF-Radioflotte insgesamt und die Identität der einzelnen Sender, insbesondere auch jene von Ö1, gestärkt und für die Zukunft abgesichert. Für das Publikum ändert sich nichts. Der Kulturstandort Argentinierstraße bleibt ebenfalls erhalten.

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