Sebastian Kurz im Servus Journal: „Ich bin nicht rechts, sondern realistisch!“

„Natürlich ist die Situation außer Kontrolle“: Außenminister Sebastian Kurz im Interview mit dem Servus Journal zur Flüchtlingskrise.

Wien (OTS) - Außenminister Sebastian Kurz nimmt in einem ausführlichen Interview mit dem „Servus Journal“, der täglichen Nachrichtensendung bei ServusTV, zur aktuellen Flüchtlings-Krise in Österreich Stellung.
Das Gespräch wird (in Auszügen) heute im „Servus Journal“ um 18:00 Uhr und im „Servus Journal“ um 19:20 Uhr ausgestrahlt.
Vorab einige Aussagen aus diesem Interview:

Zur aktuellen Zaundiskussion

„Es gibt Wünsche der Polizei nach einem Zaun an der slowenischen Grenze. (…) Aus meiner Sicht ist jetzt kein Platz für Ideologie oder Begriffsstreitereien, sondern die Regierung sollte hier die Polizei unterstützen und das tun, was die Polizei verlangt und vorschlägt. (…) Man kann ja nicht dabei zusehen, dass die Polizei mit Menschenketten versucht, die Situation unter Kontrolle zu bringen.“

Zu seiner politischen Haltung

„Jeder, der glaubt, dass der Zustrom von allein stoppen wird, der irrt sich. Es wird weiterhin Zustrom nach Europa, insbesondere nach Deutschland, Österreich und Schweden geben, wenn wir nicht alles tun, um ihn zu stoppen. Dass müssen wir tun und dafür setze ich mich schon monatelang ein. Und deshalb bin ich vor einigen Monaten schon von vielen als rechts abgetan worden und bin in die rechte Schublade gedrängt worden. Das ist nicht rechts, sondern das ist realistisch.“

Über die aktuelle Situation

„Natürlich ist die Situation außer Kontrolle. Es ist ein Irrglaube, wenn man der Meinung ist, dass man die Situation dadurch unter Kontrolle bekommt, dass man immer mehr Quartiere schafft. (…) Es braucht Grenzsicherheit an den Außengrenzen, und wenn das nicht gelingt, dann werden mehr und mehr Staaten versuchen, selbst an ihren Grenzen die Situation unter Kontrolle zu bringen.“

Zu den Kosten

„Das ist wahrscheinlich nicht populär zu sagen, aber ich versuch es trotzdem mit der Wahrheit: das ist das Geld des Steuerzahlers. Es kommt aus dem Budget. Und, ja, man kann ungefähr damit rechnen, dass 95.000 Menschen zu versorgen, unterzubringen 1 Milliarde Euro pro Jahr kosten wird.“

Zur Integration der Flüchtlinge

„Die Menschen, die glauben, dass das kein Problem ist, die irren sich.“

Das Interview wird in voller Länge ab 19:35 Uhr auf servustv.com/servusjournal nachzusehen sein.
Gesprächs-Auszüge können mit Nennung der Quelle („Servus Journal 19:20“ bei ServusTV) zitiert werden.

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