Köchl zu Strahlenschutzgesetz: Österreichische Atommüllexporte ausschließen

Grüne fordern klare Fristen und mehr Glaubwürdigkeit bei der Suche nach Endlager

Wien (OTS) - Im Zuge der aktuellen Debatte zum Strahlenschutzgesetz im Parlament erheben die Grünen erneut die Forderung österreichische Atommüll-Exporte auszuschließen. Antiatom-Sprecher Matthias Köchl brachte einen Abänderungsantrag zum Gesetzesentwurf der Regierung ein, die entsprechende Gesetzesformulierung zu streichen. Die Grünen wollen sicherstellen, dass Österreich in Zukunft weder Atommüll exportiert noch importiert. Der Grüne Antrag wurde auch von den Oppositionsparteien NEOS und TS unterstützt, die FPÖ stimmte gegen die Streichung der Atommüll-Exportoption.

„Österreich muss die Verantwortung für den eigenen strahlenden Krankenhausmüll übernehmen. Nur mit eigener Glaubwürdigkeit der Republik können wir uns in der Europäischen Debatte zur Endlagersuche wirksam zu Wort melden“, betont Köchl. Derzeit lagern etwa 11.200 Atommüllfässer in Seibersdorf in drei Lagerhallen. Dieses Zwischenlager ist bis 2045 geplant für maximal 18.000 Atommüll-Fässer. Weiters wurde die Forderung nach einer unabhängigen Atomaufsichtsbehörde erhoben sowie klare Fristen zur Endlagersuche eingemahnt.

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