Bundesschulsprecher: Schüler keine Versuchskaninchen!

Gnesda erwartet sich klare Richtung in Sachen Reformen

Wien (OTS) - WIEN, 12. November 2015 – Bundesschulsprecher Gnesda kritisiert die aufkommende Debatte über Gesamtschul-Modellregionen scharf. Die Schülerinnen und Schüler könnten nicht als Versuchskaninchen für eine rein ideologische Schulreform herhalten. Es gibt bereits genügend Schulversuche, die allesamt evaluiert werden müssen. Es ist sinnbefreit, einen zusätzlichen, verwaltungstechnisch sehr schwierigen Schulversuch zu starten.

„Die Ministerin muss an die Zukunft der Schülerinnen und Schüler denken. Eine Modellregion kann viele Nachteile beim späteren Berufseinstieg der Schülerinnen und Schüler mit sich bringen. Die Bildungsreformkommission muss ganz gezielte Schritte in Sachen Schulautonomie und Individualisierung setzen. Gesamtschul-Modellregionen sind da der komplett falsche Zugang“, kritisiert Bundesschulsprecher Maximilian Gnesda die Pläne der Ministerin.

„Ich erwarte mir vom 17. November eine klare Richtung der Ministerin. Halbherzige Schritte führen Österreichs Schülerinnen und Schüler genau so wenig weiter wie Modellregionen.“ Bundesschulsprecher Gnesda fordert ein klares Votum in Richtung Schulautonomie und Stärkung der Schulpartnerschaft: „Die wahren Expertinnen und Experten, die Schüler-, Eltern- und Lehrervertretungen, müssen endlich Entscheidungen treffen können. Sie wissen am Besten, was gut und was verbesserungswürdig an unserem Bildungssystem ist.“

Für Gnesda ist die Verbesserung unseres Bildungssystems mit dem 17. November nicht vorbei. Ausständige Reformen wie eine echte Modulare Oberstufe, mit Pflicht- und Wahlmodulen, oder die Etablierung von digitalen Lernmethoden im Unterricht seien auf dem Weg zur besten Ausbildung für Österreichs Schülerinnen und Schüler unabdingbar. „Deshalb muss es auch nach dem 17. November eine regelmäßige Überprüfung des Schulsystems auf Schwächen und Verbesserungspotenzial geben!“, so Gnesda.

Die Bundesschülervertretung ist die gesetzlich gewählte Vertretung aller 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler. Sie setzt sich aus 27 Landesschulsprechern und zwei Sprechern der Zentrallehranstalten zusammen. Der derzeitige Bundesschulsprecher Maximilian Gnesda kommt aus der Schülerunion.

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