FPÖ-Angerer: "Durchgriffsrecht II" in Planung? Absurder Vorschlag von Flüchtlingskoordinator Konrad belastet Gemeinden

„Der ländliche Raum braucht die seit langem geforderte Unterstützung und spürbare Entlastungen – keine zusätzliche Belastung“

Wien (OTS) - Flüchtlingskoordinator Christian Konrad möchte laut aktuellem Pressebericht Flüchtlinge ab nächstem Jahr in "Fertigteilhäusern" unterbringen. Das notwendige Geld dafür soll anscheinend aus dem Topf für die geplante Wohnbau-Offensive, der zur Stärkung der Konjunktur und der Ankurbelung des Wohnbaus für junge Familien gedacht war, entnommen und für die Flüchtlingshilfe eingesetzt werden. Zusätzlich sollen die Gemeinden die dafür notwendigen Grundstücke bereitstellen. Dieser Vorschlag sorgt bei FPÖ-NAbg. und Bürgermeister Erwin Angerer für Kopfschütteln: „Laut Konrad sollen so strukturschwache und von Abwanderung betroffene Gemeinden wiederbelebt werden, in Wahrheit schafft man damit nur weiter, zusätzliche Belastungen. Der Vorschlag von Konrad gleicht einem 'Durchgriffsrecht II', das der österreichischen Bevölkerung eine neue Kostenlast auferlegt, Gemeinden ihre Politik diktiert und Probleme, die in den Bereich der Regierungsverantwortung von Rot-Schwarz fallen, auf die Flüchtlingsthematik abschiebt."

"Konrad kann nicht wirklich die Abwanderungen aus den ländlichen Regionen über den Flüchtlingszuzug lösen wollen. Die wahren Gründe für den zunehmenden Abwanderungstrend finden sich in fehlenden Arbeitsplätzen, mangelnden attraktiven öffentlichen Verkehrsanbindungen an Ballungsräume und vielem mehr. Der Gemeindebund weist seit Jahren auf diese Probleme hin und ich bezweifle stark, dass die Antwort auf diese Fehlentwicklungen in der Flüchtlingskrise versteckt ist", zeigt sich Angerer verärgert. Der ländliche Raum sei über lange Zeit hinweg ausgehungert worden, so dass nun auch die notwendigen Ressourcen nicht zur Verfügung stünden.

"Woher sollen Gemeinden medizinisches Personal, Dolmetscher oder Sozialbetreuer, die wir für die Aufnahme, aber vor allem für die weiterführende Berufsausbildung für Flüchtlinge benötigen, nehmen? Wir sollen ja dafür sorgen, dass Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt gebracht werden, damit sie vielleicht in einigen Jahren eventuell in der Lage sind, einen volkswirtschaftlichen Beitrag zu leisten. Übersetzt heißt das: Wir sollen Flüchtlinge für einen Arbeitsmarkt fit machen, der der Bevölkerung der ländlichen Regionen über Jahre hinweg immer mehr entzogen wurde“, kritisiert Angerer.

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