Kulturminister Ostermayer: Vielfalt des österreichischen Buchmarktes und Erfolg der heimischen Autoren sichtbar machen

Eröffnung der internationalen Buchmesse "Buch Wien 15" - Manès-Sperber-Preis 2015 geht an Ilma Rakusa

Wien (OTS) - "Bücher sind ein ganz wichtiges Kulturgut. Daher möchte ich mich für all das bedanken, was Autorinnen und Autoren, Verlage und der Buchhandel für dieses Kulturgut leisten. Gemeinsam ist es uns im letzten Jahr gelungen, einige Verbesserungen für die Branche umzusetzen, wie im Bereich des Urheberrechts oder durch die Einführung einer Buchpreisbindung für E-Books. Wir haben ein Maßnahmenpaket in der Höhe von 11,4 Millionen Euro geschnürt, dass die gesamte Literaturkette umfasst – von den Autoren, den Verlagen, dem Handel bis hin zu gesetzlichen Verbesserungen und Vermittlungsaktivitäten", sagte Kulturminister Josef Ostermayer gestern, Mittwochabend, bei der Eröffnung der internationalen Buchmesse "Buch Wien 15" in der Messe Wien.

"Darüber hinaus arbeiten wir auch an Maßnahmen, die das literarische Schaffen noch sichtbarer machen. Gemeinsam mit dem österreichischen Hauptverband werden wir ab dem kommenden Jahr einen Österreichischen Buchpreis vergeben. Idealerweise im Rahmen der 'Buch Wien'. Damit soll über die Ländergrenzen hinweg mehr Aufmerksamkeit für österreichische Autoren und Verlage erreicht werden", so Ostermayer.

Der Kulturminister wies in dem Zusammenhang auch auf eine weitere Preisvergabe hin, den Manès-Sperber-Preis, der an den österreichisch-französischen Romancier, Essayisten und politischen Intellektuellen Manès Sperber erinnert. "Ich denke, dass es ist in Zeiten, in denen religiöse Fanatiker versuchen, Menschen und damit Meinungen zu unterdrücken, enorm wichtig ist, Zeichen zu setzen, die uns an jene Werte der Aufklärung erinnern, für die Manès Sperber gekämpft hat. Wenn wir in drei Wochen den Sperber-Preis an eine Literatin vergeben, die in ihrem Leben wie in ihrem Schreiben Grenzen kennengelernt und überschritten hat, dann ist das so ein wichtiges Zeichen. Es freut mich daher besonders, dass heuer dieser Preis an die Erzählerin und Essayistin Ilma Rakusa gehen wird. Sie ist eine außergewöhnliche europäische Autorin und Vermittlerin zwischen den Kulturen“, so Ostermayer.

Der mit 8.000 Euro dotierte Preis wird vom Bundeskanzleramt gestiftet und alle zwei Jahre von der Manès-Sperber-Gesellschaft in Wien vergeben. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, deren literarisches und essayistisches Werk in einem sichtbaren thematischen Zusammenhang mit dem Oeuvre von Sperber steht. Dabei spielen die transnationale europäische Orientierung sowie das intellektuelle und zivilgesellschaftliche Engagement eine wesentliche Rolle. Die diesjährige Verleihung des Manès-Sperber-Preises wird am 4. Dezember 2015 im Bundeskanzleramt in Wien stattfinden. Die letzten Preisträger waren Péter Esterházy (2009), Jiří Gruša (2011) und Regis Débray (2013).

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