GRAS zu "familieundhochschule": Ausgezeichnet ist dabei nur die Intransparenz

GRAS fordert konkrete und transparente Kriterien zum Vergleich der Familienfreundlichkeit im Hochschulsektor

Wien (OTS) - Die Auszeichnung der FHWien der WKW als familienfreundliche Fachhochschule im Rahmen des Audits "familieundhochschule" des Bundesministeriums für Familien und Jugend (BMFJ) nehmen die Grünen & Alternativen Student_innen (GRAS) als Anlass für Kritik an der mangelnden Transparenz in den Bestimmungen für die Auszeichnung und der daraus resultierenden Inhaltslosigkeit. "Im Audit gibt es keine konkreten Kriterienkataloge, sondern individuelle Vereinbarungen, wie gewisse Themenfelder bearbeitet werden. Aber ohne wirkliche Kriterien für eine familientaugliche Hochschule, wird sich an der unsicheren Situation der Studierenden nichts ändern", beklagt sich die GRAS-Aktivistin Luisa Brunner. "Es muss sich besonders die rechtliche Situation an den Fachhochschulen ändern, die es gerade Studierenden mit Familien unnötig erschwert, ihrem Studium nachzukommen. Wenn dies nicht realisiert wird, können auch noch so viele Auszeichnungen verteilt werden, ohne irgendetwas zu verändern."

Luisa Brunner von der GRAS kritisiert dabei konkret, dass ohne explizite und transparente Kriterien zum einen keine Vergleichbarkeit der ausgezeichneten Hochschulen gegeben ist und zum anderen keine Informationen über den Zustand und die angedachten Veränderungen vorhanden sind. „Das Audit ist sicherlich eine gute Idee, nur sollte es auch transparent und zielführend zu grundlegenden Veränderungen durchgeführt werden, um es auch inhaltlich ernst nehmen zu können“, so Brunner.

Die GRAS fordert daher transparente Prozesse vonseiten der Hochschule als auch vonseiten des BMFJ, die allen Beteiligten - auch den Studierenden und Mitarbeiter_innen - zugänglich sind. Nur durch eine derart transparente Gestaltung lässt sich für Studierende mit Familien der Stand der Familienfreundlichkeit einer Hochschule feststellen. "Gerade für Studierende mit Betreuungspflichten ist es wichtig, dass Informationen offen und transparent zur Verfügung stehen, um die Planbarkeit ihres Studiums zu erleichtern", betont Luisa Brunner abschließend.

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