Junge Industrie: Neues Vorsitzteam gewählt

Therese Niss als Bundesvorsitzende bestätigt – Nikolaus Griller und Andreas Wimmer neue Vize-Bundesvorsitzende – Generationengerechtigkeit bleibt wichtigstes Anliegen

Wien (OTS/PdI) - Im Rahmen der Sitzung des Bundesvorstandes der Jungen Industrie (JI) wurde heute, Mittwoch, Therese Niss einstimmig in ihrer Funktion als Bundesvorsitzende der JI bestätigt. Einen personellen Wechsel gibt es in der Funktion der beiden Bundesvorsitzenden-Stellvertreter: Hier wurden Nikolaus Griller und Andreas Wimmer gewählt – die beiden Landesvorsitzenden der JI-Wien sowie der JI-Salzburg folgen damit auf den ehemaligen JI-Wien-Vorsitzenden Heinrich Gröller und den Vorarlberger Vorsitzenden Andreas Karg nach, die in den vergangenen Jahren als Stellvertreter von Therese Niss fungiert hatten: „Ich möchte mich ganz herzlich für die Wiederwahl bedanken“, so Therese Niss, die damit eine dritte Drei-Jahres-Periode an der Spitze der JI absolvieren wird. „Großer Dank auch an Heinrich Gröller und Andreas Karg für ihre wertvolle Unterstützung in den vergangenen drei Jahren, sowie an Nikolaus Griller und Andreas Wimmer schon jetzt vielen Dank für eine fruchtvolle Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.“

Generationengerechtigkeit in Schieflage

Thematisch will Therese Niss auch weiterhin vor allem „beim Thema Generationengerechtigkeit draufbleiben. Wir haben hier eine Schieflage in Österreich – das Pensionssystem dient als der größte Reibebaum, ist aber keineswegs die einzige Baustelle in Österreich“, wie Niss betonte. So versickere in Österreich täglich Steuergeld in ineffizienten Strukturen – ob bei Gesundheit oder Bildung, der allgemeinen Bürokratie oder dem teilweise nicht mehr zeitgemäßen Föderalismus in Österreich. Ganz prinzipiell kämen die jüngeren Generationen immer stärker unter Druck: „Wir stehen vor großen Herausforderungen. Die Verschuldung in ganz Europa ist längst aus dem Ruder gelaufen, die demografische Verschiebung wird dies weiter verschärfen. Gleichzeitig fehlt Geld bei wichtigen Zukunftsausgaben wie Bildung sowie Forschung und Entwicklung. Das dürfen sich die Jüngeren nicht mehr länger gefallen lassen.“

Dies sei mit dem Blick auf die Zukunft besonders bedenklich, “gibt es doch gerade auch im Bildungsbereich dringenden Reformbedarf. Im Bereich der Elementarbildung werden wir hier auch mehr investieren müssen“, so Niss, denn „im Kindergarten geht es nicht nur um Betreuung sondern auch um Bildung – das muss endlich in die Köpfe aller Beteiligten.“ 2015 hat die JI gemeinsam mit dem Technischen Museum Wien einen eigenen MINT-Lehrgang für Kindergartenpädagoginnen und –pädagogen ins Leben gerufen: „Das große Interesse am Lehrgang beweist uns einmal mehr, dass wir nicht locker lassen dürfen, bis auch in Österreich eine Ausbildung in der Frühkindpädagogik auf tertiärem Niveau Standard ist“, so die Bundesvorsitzende.

Kritischen Diskurs forcieren

Die JI wolle in diesem Sinne auch innerhalb der eigenen Organisation dafür Stimmung machen, „dass wir unsere eigene Zukunft auch aktiv mitgestalten müssen. Wir dürfen und können nicht nur über die mangelnde Handlungsfähigkeit der Politik klagen – wir müssen alle auch selber den Wandel im Kleinen leben, den wir gerne im Großen hätten“, so Nikolaus Griller. Es gelte gerade in Österreich sachlich, aber auch kritisch „selbst politisch heilige Kühe zu hinterfragen“, so Griller weiter. „Denn aktuell verlieren wir uns in Österreich allzu oft in rein parteipolitischem Hickhack, anstatt uns um die großen Herausforderungen unserer Zeit zu kümmern.“ Dies gelte keineswegs nur für die heimische Politik, sondern „zum Beispiel auch für Diskussionen über Themen wie der europäischen Integration, Umgang mit Migration oder das Freihandelsabkommen TTIP – mehr Sachlichkeit und konstruktives Handeln statt Dahinwursteln würde uns hier allen gut tun“, so Griller.

Mut zum Handeln

Es brauche in der Politik „endlich wieder den Mut, Entscheidungen zu treffen und deren Notwendigkeit auch offen und ehrlich den Menschen zu kommunizieren. Die Politik sollte agieren und nicht nur reagieren. Österreich wird maximal verwaltet, von Gestaltung ist derzeit keine Rede“, so Andreas Wimmer. Entscheidungen würden – ob bei Pensionen, Gesundheit oder der Verwaltung – auf die lange Bank geschoben. „Die Fakten auf den Tisch und endlich offene Debatten über die Herausforderungen der Zeit – eine Politik, die sich davor fürchtet, dem Wähler die Wahrheit zuzumuten, ist keine zukunftsorientierte Politik.“ Die JI-Salzburg habe etwa, eben um eine transparentere Debatte über messbare Ziele der politischen Parteien zu ermöglichen, das Portal www.transparentepolitik.at ins Leben gerufen, so Wimmer: „Wir brauchen ein Ende der parteipolitischen Nabelschau, des Denkens von einer bis zur nächsten Wahl. Wir brauchen mutige Entscheidungen hin zu einer sparsameren und effizienteren Verwaltung – immer neue Steuererhöhungen sind einfach nicht mehr drinnen.“

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