GPA-djp-Fetik: Ziel bleibt die Gleichstellung in der Arbeitswelt!

Viel erreicht und viel zu tun: Schwerpunkte der wiedergewählten Frauenvorsitzenden von 1.700 Euro Mindestgehalt bis zur verpflichtenden Quotenregelung

Wien (OTS) - „Eine Reihe unserer Forderungen wurde in den vergangenen Jahren umgesetzt: das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld, das Pendlerpauschal auch für Teilzeitbeschäftigte, der Ausbau der Pflegefreistellung oder die Steuerreform, von der Frauen in wenigen Wochen merken werden, wie sehr sie davon profitieren“, bilanzierte Ilse Fetik, die heute beim Bundesfrauenforum der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) als Frauenvorsitzende bestätigt wurde: „Mein wesentlichstes Ziel ist und bleibt aber die Lösung der Verteilungsfrage. Konkrete Schritte auf dem Weg dorthin müssen in der Arbeitswelt gesetzt werden: bei bezahlter und unbezahlter Arbeit, bei Umfang und Verteilung der Arbeitszeit, bei der Einkommensentwicklung, bei Karrieremöglichkeiten. Es geht somit um Machtverteilung und Teilnahme von Frauen an Entscheidungsstrukturen.“

Um zu verhindern, dass immer mehr Frauen in der Armutsfalle landen, gebe es neben der geforderten Anhebung des Mindestgehalts auf 1700 Euro eine Reihe von Maßnahmen, für die sich die GPA-djp-Frauen auch zukünftig stark machen werden, kündigte Fetik an: „Wir schauen darauf, dass Frauenförderungsmaßnahmen nicht nur implementiert, sondern auch mit Leben erfüllt werden müssen, um nachhaltige Veränderungen zu erreichen.“

In vielen der von der GPA-djp verhandelten rund 170 Kollektivverträge ist die Anrechnung von Karenzzeiten bereits durchgesetzt und verbessert, davon profitieren rund 940.000 Beschäftigte. Neben der weiteren Verbesserung von Karenzanrechnungszeiten und der Verringerung der Einkommensschere bleibe vor allem die Durchsetzung einer verpflichtenden Frauenquote auf der Agenda der GPA-djp-Frauen, so Fetik weiter: „Was im öffentlichen Dienst möglich ist, das muss auch in der Privatwirtschaft machbar sein. Die Wirtschaft braucht gut qualifizierte Frauen an der Spitze mehr als die Frauen diese Spitzenjobs. Wir halten uns schon viel zu lange mit der Diskussion über die Quote auf. Eine derartige Regelung mag nicht allen gefallen, aber sie ist notwendig und wirksam. Das Argument der Freiwilligkeit kann ich nicht mehr hören und es ist von der Realität längst entzaubert: Freiwillig hätten Unternehmen nämlich schon seit Jahrzehnten die Möglichkeit, Männer durch Frauen nachzubesetzen. Sie tun es aber nicht!“

„Der Mitgliederzuwachs der GPA-djp ist weiblich, die weiblichen Mitglieder stärken uns den Rücken. Viele Erfolge wären ohne eure engagierte Arbeit in den Betrieben nicht möglich gewesen“, bedankte sich auch GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian bei den Delegierten des Frauenforums. „Gleichstellung bleibt unser oberstes Ziel“, kündigte Fetik abschließend an: „Wir haben gemeinsam viel erreicht, und wir haben noch viel zu tun: Wir engagieren uns für die gerechte Teilhabe von Frauen in der Arbeitswelt, was Arbeitsplätze, Rahmenbedingungen, Aufstiegschancen und Einkommen betrifft - am besten gemeinsam mit Männern, die es ehrlich meinen.“

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