Bundeskanzler Faymann: Wirksame Hilfe vor Ort ist der einzige nachhaltige Weg

Ministerrat berät über Flüchtlingskrise und bevorstehenden EU-Gipfel

Wien (OTS) - „Mich hat heute der slowenische Ministerpräsident darüber informiert, dass er Kontrollmaßnahmen an der Schengen-Außengrenze vorschlagen wird. Der Schutz der europäischen Außengrenzen muss aber in erster Linie in Griechenland und Italien erfolgen. Denn wenn Flüchtlinge erst einmal tausende Kilometer unterwegs sind, können die Ströme nur mehr verlagert werden“, sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Dienstag, beim Pressefoyer nach dem Ministerrat.

„Ebenso müssen die Abkommen mit der Türkei finalisiert werden. Dafür wird die EU rund zwei Milliarden Euro investieren. Denn es ist sinnvoller, dass die Flüchtlinge vor Ort überleben können, das ist der einzige nachhaltige Weg. Die EU darf da nicht in Zeitverzug kommen. Österreich wird insgesamt 26 Millionen Euro für die humanitäre Hilfe vor Ort beitragen.“ Zudem müssten endlich die Verteilerzentren eingerichtet werden. „Maßnahmen an den EU-Binnengrenzen bringen Kontrolle, aber nicht weniger Flüchtlinge. Über derartige Kontrollsysteme werden morgen Innenministerin Mikl-Leitner, Verteidigungsminister Klug, Kanzleramtsminister Ostermayer sowie Staatssekretär Mahrer beraten“, so der Kanzler weiter.

Für die weiteren Schritte in Österreich seien noch heuer zwei Koordinationstreffen zum Thema Integration vorgesehen: „Einerseits wird ein Treffen mit den Sozialpartnern stattfinden, wo wir über eine gemeinsame Vorgangsweise in den Bereichen Arbeitsmarkt und Wohnen beraten werden. Zudem sollen bei einem Treffen mit den Landehauptleuten die Fragen der Kinderbetreuung und der Schulbildung behandelt werden“, sagte der Bundeskanzler. „Es geht darum, unsere Kräfte rasch und wirksam zu bündeln. Denn je früher Integration beginnt, desto besser ist es für den sozialen Zusammenhalt und die Aufrechterhaltung der Ordnung. Sowohl in der EU wie auch im eigenen Land muss gelten: Zahn zulegen und Ärmel aufkrempeln“, so Faymann abschließend.

Bilder vom Pressefoyer sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes http://fotoservice.bundeskanzleramt.at kostenfrei abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Anna Maria Reich
Pressesprecherin des Bundeskanzlers
+43 1 531 15 – 202305, +43 664 610 63 90
anna.reich@bka.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBU0002