Copernicus bestätigt das bisher wärmste aufgezeichnete Jahr der Erde und macht große Datenmengen zugänglich, um der Wirtschaft zu helfen, sich dem Klimawandel anzupassen

Reading, England (ots/PRNewswire) -

  • Neue Copernicus-Daten bestätigen, dass der Zwölfmonatszeitraum bis Ende Oktober 2015 der bisher wärmste war, der je aufgezeichnet wurde.
  • Große Datenmengen stehen zur Verfügung, um der Wirtschaft zu helfen, sich an unser wandelndes Klima anzupassen und die Klimadatenwirtschaft einzuläuten.

Neue globale Temperaturdaten, die heute im Rahmen des Copernicus-Programms der EU veröffentlicht wurden, zeigen, dass der Zeitraum von 12 Monaten bis Ende Oktober der bisher wärmste aufgezeichnete Zeitraum war. Die monatliche Veröffentlichung aus dem Erdüberwachungsprogramm der EU ist die letzte vor der Tagung der COP21 in Paris, bei der sich Teilnehmer aus aller Welt um ein globales Klimaschutzabkommen bemühen werden.

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Parallel dazu war das Potenzial der "Big Data", Industriezweigen wie der Energie- und Wasserwirtschaft bei ihrer Anpassung an die sich wandelnde Umwelt auf der Erde zu helfen, heute Gegenstand einer Vor-COP21-Podiumsdiskussion auf hohem Niveau, an der unter anderen Sir David King, der Sonderbeauftragte für Klimawandel aus dem Vereinigten Königreich, teilnahm. Die Veranstaltung fand in der Tech City London statt. Veranstalter war das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF)..

Das Copernicus-Programm, an dem das ECMWF mitarbeitet, ist das erste integrierte Netzwerk seiner Art. Unter Nutzung des Sentinel-Satelliten-Netzwerks der EU und Tausender von Sensoren zu Lande und zu Wasser werden jede Stunde Millionen von Daten ausgelesen und in einem Datenarchiv gespeichert, das ganze Jahrhunderte aufzeichnen kann. Damit wird die aktuellste Sicht auf die globale Umwelt erfasst und auch zukünftige Änderungen können auf Zeitskalen von nur wenigen Tagen bis hin zu Jahrzehnten vorhergesagt werden.

Copernicus unterstützt bereits das International Panel on Climate Change bei der Bewertung der mit dem Klimawandel verbundenen Gefahren und hat das Potential, grundlegend die Art und Weise zu verändern, wie wir auf unsere Atmosphäre und das Klima einwirken. Die riesigen Datenmengen über die Atmosphäre und das Klima auf der Erde, die das Programm untermauern, werden jetzt kostenlos für Regierungen, Industrievertretern, Daten-Innovatoren und der Öffentlichkeit bereitgestellt.

Die Fähigkeit von Copernicus, Daten zu sammeln und zu interpretieren, ermöglicht mehr Gewissheit für Regierungen und Industriesektoren wie die Energie- und Wasserwirtschaft ihre Entscheidungen zu treffen. Dies trägt das Potenzial in sich, unsere alltäglichen Beziehungen mit der Atmosphäre und dem Klima durch neue Produkte und Dienstleistungen zu ändern.

Dem Energiesektor wird das Programm

  • helfen, die gewinnbringendsten und nachhaltigsten Standorte für Windfarmen, Wasserkraftwerke und Solaranlagen zu ermitteln,
  • Risikobewertungen ermöglichen, um mit den Auswirkungen von Wind, Wellen und Staub auf die Energie-Infrastruktur umzugehen, und
  • Beurteilungen des Ertragspotenzials erneuerbarer Technologien erleichtern, um Ländern beim Aufbau der Stromversorgung und dem Planen von Netzanschlüssen zu helfen.

Für den Wassersektor könnte Copernicus

  • Gebiete ermitteln, in denen die größte Gefahr von Dürren oder Hochwasser besteht, damit deren Infrastruktur richtig geschützt wird und eine sichere Versorgung gewährleistet werden kann,
  • den politischen Entscheidungsträgern die Bewertung der potenziellen Auswirkungen der Eisschmelze auf tiefliegende Küstengebiete ermöglichen
  • die strategische Planung von wasserintensiven Wirtschaftszweigen wie etwas der Landwirtschaft erleichtern.

Neue Produkte und Dienstleistungen könnten zum Beispiel

  • Anwendungen sein, die Pendlern helfen, die am wenigsten verschmutzten Wege zur Arbeit zu wählen, oder
  • eine Möglichkeit, bei der Auswahl eines Hauses das künftige Risiko von Überschwemmungen vorherzusagen.

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