Christian Ragger: Unverantwortliches Spiel mit dem Tod des Flughafens

Land und Stadt warten bis zur letzten Minute, um Airport zu retten

Klagenfurt (OTS) - „Das Flugzeug ist auf dem Sinkflug. Die Piloten warten aber halsbrecherischer Weise ab, es aufzufangen. Ein unverantwortlicher Hasard mit dem Absturz“, so beschreibt der Obmann der Kärntner FPÖ LR Mag. Christian Ragger den aktuellen Umgang von LH Dr. Peter Kaiser, LHStv. Dr. Gabriele Schaunig-Kandut und der Klagenfurter Bürgermeister Marialuise Mathiaschitz mit dem Flughafen Klagenfurt.

Die EU-Kommission habe spät aber doch grünes Licht gegeben, dass die dringende Sanierung der Landebahn mit öffentlichen Mitteln finanziert werden darf. „Die nötigen zehn Millionen Euro vom Land sind beim Zukunftsfonds reserviert und auch die Stadt hat ihre drei Millionen fix vorgesehen, aber Kaiser, Schaunig und Mathiaschitz geben das Geld nicht frei. Die Zeit wird immer knapper, wenn es bis Ende dieses Monats nicht zugesichert ist, muss die Geschäftsführung des Flughafens die Schließung beantragen“, kritisiert Ragger. „Taumeln wir sehenden Auges in ein wirtschaftliches Desaster“, fragt er. Das Aus des Airports wäre ein schwerer Schlag für den Wirtschaftsstandort Kärnten. Seine Schließung würde weit mehr kosten als für die Sanierung einzusetzen ist.

Das Zaudern und Zögern der SPÖ Kärnten sei daher unerklärlich. Ragger befürchtet, dass man durch diesen Hasard ein Zeitdruck erzeugt, um den Ausverkauf des Flughafens an Investoren rund um Hanspeter Haselsteiner durchsetzen zu können. Diese wollen wohl die nötigen Millionen für die neue Landebahn einsetzen, aber begehren im Gegenzug die Verwertungsrechte für nicht benötigte Grundstücke des Flughafens. Deren Wert beträgt 28 Millionen Euro. „Ein denkbar schlechtes Geschäft für Kärnten“, so Ragger. Eine Privatisierung der Betriebsführung des Flughafens ist zu begrüßen, aber das Vermögen des Airports muss im Besitz von Land und Stadt bleiben.

Das Spiel mit dem Tod des Klagenfurter Flughafens sei symptomatisch für die rot-grün-schwarze Pech-, Pleiten- und Pannenkoalition. Seit Amtsantritt 2013 wüssten Kaiser und Schaunig, dass der Flughafen die Investition zum Überleben braucht. Erst ein Jahr später im August 2014 hätten sie die nötigen Unterlagen und Anträge bei der EU-Kommission eingebracht. Jetzt gibt diese in letzter Minute grünes Licht, aber Kaiser und Co. lassen jetzt auch diese letzte minimale Frist verstreichen“, empört sich Ragger. Angesichts dieses Umgangs mit der Infrastruktur des Landes dürfe man sich nicht wundern, warum Kärnten von Monat zu Monat Rekordarbeitslosigkeit beklagt.

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Die Freiheitlichen in Kärnten - FPÖ
9020 Klagenfurt
0463/56 404

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FLK0001