„Settele und die 10 Verbote“: „DOKeins“ über „Die Lust alles zu regeln“

Am 11. November um 20.15 Uhr in ORF eins

Wien (OTS) - Thunfisch geht gar nicht mehr, Schnitzel ausnahmsweise, aber nur bio und mit Allergiewarnung. Rauchen? Hier sicher nicht! Radfahren? Helm nicht vergessen! Autofahren? Bitte immer mit Tempomat, und sorry, aber hier ist Begegnungszone. Empörung macht sich breit. Zahlreiche Gebote und Verbote dominieren unser Leben. Muss uns der „Gouvernantenstaat“ vor uns selbst schützen oder steuern wir immer mehr auf eine lustfeindliche Welt zu, in der wir entmündigt werden? In insgesamt zehn Kapiteln sucht Hanno Settele in dem „DOKeins“-Film „Settele und die 10 Verbote – Die Lust alles zu regeln“ am Mittwoch, dem 11. November 2015, um 20.15 Uhr in ORF eins die Freiheit in einer überregulierten Welt.
Settele sieht sich dabei etwa das Rauchverbot genauer an, das in seiner Konsequenz die Bevölkerung spaltet. Trifft auf Kleinunternehmer, die sich mit immer absurderen Auflagen herumschlagen müssen, fragt nach, wie weit Political Correctness in ihrem Streben nach einer wertungsfreien Welt gehen darf oder listet absurde EU-Verordnungen und ihre Hintergründe auf. Damit nicht genug:
Neben Regulierungen durch Staat und EU verpasst sich die Gesellschaft selbst ein zusätzliches Korsett: Denn wir sollen leistungsfähig, erfolgreich und nicht allzu genussfreudig sein.

Für sich allein genommen mag dabei jedes Verbot/Gebot sinnvoll sein oder zumindest einen nachvollziehbaren Ursprung haben. In der Gesamtheit entsteht allerdings der Eindruck, dass das Staaten-System, in dem wir leben, zunehmend in private Angelegenheiten drängt. Mit Hilfe so genannter „Nudges“ („Anstupsern“) geschieht das sogar auf eine Weise, die vom Einzelnen vielleicht gar nicht mehr wahrgenommen wird.

So manche Verordnungen und Gesetze sind auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar. Warum heißt Erdbeermarmelade heute „Konfitüre“? Warum dürfen Staubsauger bald nur noch mit 900 Watt betrieben werden? Warum werden in der Seestadt Aspern die Straßen ausschließlich nach Frauen benannt?

Wie absurd der Verbots-Dschungel ausfallen kann, verdeutlichen auch die zehn fiktiven Meldungen der „Tagespresse“, die zwischen den einzelnen Kapiteln eingestreut werden. Vom Weihrauchverbot vor Kirchen ist da die Rede oder vom Einschläfern der weißen Lipizzaner, deren Anblick die anderen Pferde diskriminieren würde.

Als Expertin und Gesprächspartnerin in diesem „DOKeins“-Film fungiert Katharina Lacina. Die Wiener Philosophin und Hanno Settele werden immer wieder an themenspezifischen Orten auftauchen und sich über die Hintergründe einzelner Verbote unterhalten. Gemeinsam wollen sie herausfinden, wie es tatsächlich um unsere Freiheit bestellt ist. Bereits am 18. November geht es mit dem nächsten „DOKeins“ weiter – diesmal mit Werner Bootes Dokumentarfilm „Population Boom“ aus dem Jahr 2013.

„Settele und die 10 Verbote“ ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream angeboten.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0006