TV-Zeitdokumente und -Zukunftsvisionen: TV-Premiere für zwei neue ORF-Kulturdokus zum Jubiläum „Great Moments“

„Echt im Fernsehen – Originale aus Österreich“ am 11. November, „Menschen, die auf Bildschirme starren. Die Zukunft des Fernsehens“ am 16. November

Wien (OTS) - Dem „Great Moments“-Schwerpunkt zu 60 Jahre Fernsehen in Österreich (alle Details unter presse.ORF.at) hat die ORF-Hauptabteilung Kultur u. a. zwei neue Dokumentationen gewidmet:
Morgen, am Mittwoch, dem 11. November 2015, um 21.50 Uhr in ORF eins, präsentiert der von Peter Grundei gestaltete Film „Echt im Fernsehen – Originale aus Österreich“ einen ungewöhnlichen Streifzug durch die vergangenen sechs TV-Jahrzehnte. Darin wühlt sich der Internet-Aktivist und Musiker Kurt Razelli durch Reality-Formate wie „Panorama“, „Prisma“, „Alltagsgeschichte“ oder „Am Schauplatz“ und entdeckt dabei Spannendes über den Umgang der Nation mit Alltagsthemen wie Sexualität, Beziehung, Alkohol, Sicherheit oder Migranten. Razelli montiert das Material, das einst ein aktuelles Abbild der Gesellschaft bot, neu und verfasst daraus sehr zeitgemäße Statements.
Am Montag, dem 16.November, erkundet dann Siegfried Steinlechners Dokumentation „Menschen, die auf Bildschirme starren. Die Zukunft des Fernsehens“ im Rahmen des „Kulturmontag“ um 23.15 Uhr in ORF 2, wie es um das Medium TV bestellt ist: Oft schon für unwichtig und tot erklärt, lebt es munter weiter – manch einer spricht vom Fernsehen als Supermedium der Zukunft! Fakt ist: Niemand weiß, was und wie Fernsehen in Zukunft wirklich sein wird: Heißt es immer noch Fernsehen, welche inhaltlichen und technischen Möglichkeiten werden sich durchsetzen und was bedeutet das alles für die TV-Kundinnen und TV-Kunden?

„Echt im Fernsehen – Originale aus Österreich“: Zeitdokumente, zeitgemäß montiert

Die Dokumentation zeigt den sich wandelnden Menschen in seiner Welt vor der Kamera. „Echt im Fernsehen“ zu sein, das war einmal etwas ganz Besonderes und oft genug hat die Präsenz am Bildschirm im ganzen Land zu hitzigen Debatten geführt – wenn es etwa darum ging, ob Frauen selbst Autofahren dürfen, Männer lange Haare tragen sollen oder die Illustrierten zu viele Nackte auf den Titelblättern zeigen. Aufregen und Irritieren ist auch die Absicht von Medienkünstler Kurt Razelli. Sein detaillierter Blick ins Fernseharchiv setzt neue Akzente und fördert vieles zu Tage, was heute längst Konsens ist. Oder vielleicht doch nicht? Mit seinen Arbeiten transportiert Razelli die Kernaussagen verschiedener Jahrzehnte und setzt diese, ganz im Stil der „YouTube“-Generation, neu zusammen. Kombiniert mit elektronischen Hip-Hop-Beats entsteht so ein neuer, zeitgemäßer Blick auf die heimische Mediengeschichte.

„Menschen, die auf Bildschirme starren. Die Zukunft des Fernsehens“:
Eine filmische Prognose

Fernsehen war von Anfang an, ist und wird in der Zukunft ein Experiment bleiben. Die Möglichkeiten, wie wir auf TV-Inhalte zugreifen können, ist im Wandel begriffen: Die Innovationszyklen der Gerätehersteller werden immer kürzer. Das klassische Fernsehen hat in den vergangenen Jahren zunehmend Konkurrenz aus dem Internet bekommen. Bewegtbild-Angebote in Mediatheken, Onlinevideotheken und Videoplattformen konkurrieren um die Aufmerksamkeit des Publikums. Die Möglichkeiten des Mediums haben sich dadurch vervielfältigt. Die Zukunft des TV hängt stark mit der Zukunft des Journalismus zusammen, der sich durch Transparenz, Kreativität und Inklusivität auszeichnen muss. Menschen wollen, dass man sie anhört, sie wollen direkt und aktiv an der Gestaltung teilhaben. Gleichzeitig müssen die angebotenen Inhalte relevant und überprüfbar bleiben.
Was somit unumstritten die Zukunft des Fernsehens bestimmen wird, ist die Qualität des Contents: Nur wer die besten Geschichten erzählt, die richtigen Zugänge findet, wird sich behaupten können. Dank moderner Medien können alle gleichzeitig senden und empfangen:
Aufklärung 2.0. Aber haben wir uns das gewünscht? Ist das nicht alles Teil einer immersiver werdenden Welt, wo die Technik weiter ist, als wir Menschen es überhaupt bewältigen wollen und können?

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