Die Zukunft der Kulturfinanzierung

Hochkarätige Fachtagung am 16.11. thematisiert Fundraising- und Sponsoringmöglichkeiten für Kultureinrichtungen nach Einführung der Spendenabsetzbarkeit.

Wien (OTS) - Wien, 9.11.2015. Private Mittel werden künftig die Budgets und den Erfolg von Kultureinrichtungen in Österreich maßgeblich mitbestimmen. Erste Einrichtungen sind hierzulande erfolgreich und können Förderer von ihren Anliegen im In- und Ausland überzeugen. Die erste Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring in Österreich am 16.11. in Wien thematisiert Möglichkeiten und Grenzen sowie internationale Erfolgsbeispiele. Besonderer Fokus wird auf die die Chancen durch die Einführung der Spendenabsetzbarkeit für Kultureinrichtungen 2016 gelegt. 90-100 Experten aus dem In- und Ausland werden erwartet.

„Internationale exzellente Beispiele zeigen, dass Erfolg und die Finanzierung heute maßgeblich durch die Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor ermöglicht werden. Es gilt den internationalen Anschluss nicht zu verlieren, um die Vielfalt und das breite Angebot in der Kulturnation Österreich zu sichern.“, erläutert Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria, Dachverband spendenwerbender Organisationen, und Organisator der Fachtagung, die steigende Bedeutung von privaten Mitteln für Kultureinrichtungen und ergänzt: „Die Einführung der Spendenabsetzbarkeit ab 2016 wird hier der wichtigste Impuls zur richtigen Zeit sein.“

Einige Institutionen konnten bereits sensationelle Erfolge im Fundraising verbuchen. So startete das Volkstheater erfolgreich eine Spendenkampagne zur Finanzierung der baulichen Sanierung oder die Kunstkammer eine öffentlichkeitswirksame Fundraisingkampagne. Viele Kultureinrichtungen sind auf das Spendenengagement ihrer Freundes-und Fördererkreise, aber auch von Großspendern angewiesen. Beispiele wie das Engagement von Hans Peter Haselsteiner für die Tiroler Festspiele Erl oder das der Familie Pühringer für das Theater in der Josefstadt und die Wiener Sängerknaben belegen die Chancen für den Kultursektor, stellen aber gleichzeitig noch eine Ausnahme dar.

Erste Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring am 16.11. in Wien

Wie man gezielt Großspenden einwirbt, die Chancen der Spendenabsetzbarkeit erfolgreich nutzt und wie man Kulturthemen emotional aufbereitet, widmet sich die erste Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring am 16. November in der Diplomatischen Akademie in Wien. Marketing-, Sponsoring- und Fundraisingverantwortliche aus dem Kulturbereich lernen unter anderem von dem europaweit tätigen englischen Fundraisingberater David Dixon die Schlüsselfaktoren für ihren Fundraisingerfolg. Wie man mit sinkenden Förder- und Sponsoringmitteln und moderatem Budget dennoch Akzente im Fundraising setzen kann, zeigt Katharina Grosser von der Hermitage Amsterdam. Wouter Steijn vom niederländischen Royal Concertgebouw Orchestra wird sich den Strukturen widmen, die sinnvoll und nötig für optimales Fundraising einer Kultureinrichtung sind. Abgerundet wird die Tagung mit österreichischen Best Practice Beispielen des Technischen Museums Wien, der Stiftung Mozarteum Salzburg, des Universalmuseums Joanneum, des Architekturzentrums Wien sowie der NÖ Kulturwirtschaft.

Das Programm ist unter http://kultur.fundraising.at verfügbar.

Die Bedeutung der Spendenabsetzbarkeit und privater Mittel für Kultureinrichtungen

Ab 2016 profitieren auch Kultureinrichtungen von den Vorteilen der Spendenabsetzbarkeit. Spenden an rund 100 Festivals, Theater und andere Einrichtungen werden absetzbar sein. In anderen europäischen Ländern besteht die Absetzbarkeit auf Kunst und Kultur bereits länger. Der Fundraising Verband Austria erwartet ein Mehraufkommen von 20 bis 25 Millionen Euro durch diese Maßnahme jährlich.

Das Spendenaufkommen für Kultureinrichtungen liegt jährlich, lt. Fundraising Verband – ohne Sponsoring – bei bescheidenen10-15 Millionen Euro – also zwei bis drei Prozent des Gesamtvolumens in der Höhe von 550 Mio. Euro. Zum Vergleich: In Ländern wie den Niederlanden, wo der Anreiz der Absetzbarkeit schon länger besteht, beträgt das Aufkommen für Kultur 8% (352 Mio. Euro) oder in Deutschland bei 3% (145 Mio. €).

Medienvertreter werden ersucht, sich vorweg beim Fundraising Verband Austria zu akkreditieren.

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Mag. Peter Steinmayer
Leitung Kommunikation, Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625, E: presse@fundraising.at

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