Brunner an WKO: Stopp der Förderung von Ölkessel, Hände weg vom Energieeffizienzgesetz

Vierte Station der Grünen Klima-Sünder-Tour: die Wirtschaftskammer

Wien (OTS) - "Seit Jahren hintertreibt die Wirtschaftskammer (WKO) aktiv die österreichische Klima- und Energiepolitik", kritisiert die Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen, Christiane Brunner. Angefangen von Positionierungen für die Klimakonferenzen bis hin zu Gesetzesinitiativen. Die Grünen heben zwei besonders problematische Beispiele der Strategie der WKO hervor:

WKO hält Österreich im Öl

Die Heizöl-Lobbyorganisation „Heizen mit Öl“ zahlt eine Prämie von 3.000 Euro für den Einbau neuer Ölkessel. "Dadurch werden Klimakiller-Geräte auf den Markt gebracht und Kunden in die Kostenfalle gelockt. Die Wirtschaftskammer bewirbt diese Aktion als 'umweltschonendes Heizsystem'. Das ist Zynismus pur", meint Brunner und erläutert: "Mit Öl zu heizen ist angesichts der vielen verfügbaren klimaverträglichen Raumwärmelösungen ein absolutes No-Go. Bei einer Lebensdauer von rund 20 Jahren belasten diese jetzt noch schnell unters Volk gebrachten Kessel die Klimabilanz auf lange Zeit massiv. Unterstützung für den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme würde nicht nur dem Klima, sondern auch den BürgerInnen mehr helfen."

WKO hintertreibt Energie-Einsparung

"Der Fachverband Mineralölhandel und Tankstellen der Wirtschaftskammer versucht seit Monaten mit einem abenteuerlichen Etikettenschwindel das Energiespargesetz auszuhebeln. Anstatt tatsächliche Energiesparmaßnahmen zu setzen und den Treibstoffverbrauch in Österreich zu drosseln, will die WKO
dem Diesel sogenannte Reinigungsadditive beimengen. Auf Basis von ähnlich laxen Testverfahren wie bei VW soll dadurch eine Energieeinsparung von immerhin 2,6 Prozent errechnet werden. Für eine Energiesparwirkung von Additiven gibt es aber weltweit nicht einen einzigen Beweis. In der Realität kann dadurch noch mehr Diesel verkauft werden, eingespart wird gar nichts. Die KonsumentInnen müssen für diesen 'Dieselschwindel' noch tiefer in die Tasche greifen und für das Klima ist es schädlich", hält Brunner fest.

"Die Grünen fordern von der WKO, dass sie aufhört, die österreichische Klima- und Energiepolitik zu hintertreiben. Und wir fordern den Stopp der Wahnsinnsförderung für neue Ölkessel und Hände weg vom Energieeffizienzgesetz."

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