Korun: Flüchtlingstransport von Griechenland würde Balkanroute überflüssig machen

Ja zur besseren Koordination, Durchreise durch bis zu sieben Ländern für Asyl aber kafkaesk

Wien (OTS) - „Dass die Bundesregierung Handlungsfähigkeit bei Flüchtlingsaufnahme und -versorgung demonstrieren will, ist positiv. Es geht darum, von Ankündigungs- in konstruktive Umsetzungspolitik zu gelangen. Ja zur besseren Koordination zwischen Slowenien, Österreich und Deutschland, aber gleichzeitig muss man an der Wurzel ansetzen:
Derzeit reisen Flüchtlinge durch bis zu sieben Länder, beginnend mit Griechenland, um in Deutschland oder Österreich ein faires Asylverfahren zu bekommen“, so die Grünen-Menschenrechtssprecherin Alev Korun. Viel nachhaltiger sei laut Korun eine europäische Lösung, bei der mit menschenwürdigen Aufnahmezentren in Griechenland die Aufteilung auf möglichst alle 28 EU-Länder einhergehe und dieser Transport dann koordiniert zwischen den Ländern umgesetzt werde.

„Denn dass hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien, Irak oder Afghanistan zuerst sieben Länder durchqueren und tausende Kilometer gehen müssen, um Schutz zu finden, ist eine kafkaeske Situation“, kritisiert Korun. Diese zu ändern, sei eine gemeinsame, europäische Aufgabe und mit einem ersten Schritt des Direkttransports wurde letzte Woche begonnen. „Ich sage Ja zu einem besseren Leitsystem an der österreichischen Grenze. Gleichzeitig müssen wir früher ansetzen, damit diese absurde 7-Länder-Reise und damit auch tausende Schlepper auf dieser Route überflüssig gemacht werden. Die Bundesregierung soll parallel zum heutigen 3-Punkte-Plan EU-weit die oben genannte Lösung umsetzen. Dann würden Flüchtlinge vorher aufgeteilt und direkt in Aufnahmeländer transportiert statt Herausforderungen an jeder internen Grenze einzeln lösen zu müssen“, schließt Korun ab.

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