Neues Volksblatt: "Unmissverständlich" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 7. November 2015

Linz (OTS) - Die FPÖ punkte, „ohne wirklich spielen zu müssen“, konstatiert ÖVP-Parteichef Reinhold Mitterlehner im VOLKSBLATT-Interview anlässlich seines ersten Jahres an der Parteispitze.
Tatsächlich kann sich FPÖ-Chef Heinz-Christian als Zaungast anschauen, wie entlang der Flüchtlingsdiskussion der Graben zwischen den Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP tiefer wird. Wer den gestrigen Ausritt von SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder gegen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner gehört hat, kann sich nur fragen, auf welcher Basis diese beiden Parteien die restlichen drei Jahre als Koalition nicht nur verbringen, sondern als Koalition auch noch etwas weiterbringen wollen. Zumal, um die im Mitterlehner-Interview gepflogene Fußballerspache zu verwenden, nach den Spiel bekanntlich vor dem Spiel ist — sprich, nach dem Asylkrach folgt wohl der Bildungskrach, und dem daraus resultierenden Bildungskompromiss folgt der Pensionskrach ... und so weiter.
Diese mehr als schwierigen Regierungsverhältnisse bedingen daher umso mehr, dass sich die ÖVP in größtmöglicher Geschlossenheit den Herausforderungen stellt — schließlich muss am Ende des Tages sichtbar sein, wer trotz allem gestaltet. Und auch in dieser Frage findet Mitterlehner recht deutliche Worte, wenn er sagt: „Auf Dauer ist die Stärke des Kollektivs entscheidend“. Dass er in Sachen Zusammenhalt noch „Potenzial nach oben“ sieht, ist unmissverständlich.

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