Bildungsreform – Grossmann: Bundesverwaltung würde Kosten sparen und zusätzliche Ressourcen für SchülerInnen freimachen

Grossmann bei Diskussionsveranstaltung zu „Schulorganisation Neu“

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann sieht die Rechnungshofempfehlungen als wichtige Basis für eine effiziente Reform der Schulverwaltung und betonte gestern, Donnerstag, im Zuge einer Podiumsdiskussion der Industriellenvereinigung, dass Ressourcen verstärkt den SchülerInnen zugutekommen müssen. Offene Türen rennen der Rechnungshofpräsident sowie viele Expertinnen und Experten bei der SPÖ-Bildungssprecherin ein, wenn sie eine Aufgaben-, Ausgaben-und Finanzierungsverantwortung beim Bund fordern, der auch für das Controlling und die Qualitätssicherung zuständig sein sollte. Dies würde effizientere und schlankere Strukturen ermöglichen und wohl am meisten Ressourcen frei machen, die den Schülerinnen und Schülern zugutekommen sollten, betonte die SPÖ-Bildungssprecherin. Berechnungen sehen eine Kostendifferenz von mehreren hundert Millionen Euro. ****

„Diese freiwerdenden Ressourcen sollten in wichtige Maßnahmen wie Sprachförderung, Sport und musische Angebote in qualitativ hochwertigen ganztägigen Schulangeboten fließen sowie in Supportpersonal, damit sich die Pädagoginnen und Pädagogen auf ihre Kernaufgabe, das Unterrichten, konzentrieren können“, so Grossmann in der Diskussion, an der auch Volksbegehrens-Initiator Androsch, IV-Präsident Kapsch, Rechnungshofpräsident Moser und VP-Bildungssprecherin Jank teilnahmen.

„Zuverlässige Berechnungen haben ergeben, dass zwischen dem günstigsten Modell einer Bundesverwaltung und teuren landesdominierten Verwaltungssystemen eine Kostendifferenz von 470 Mio. Euro liegt.“ Ein wichtiges Ziel sei die Schulautonomie, weil Lehrerinnen und Lehrer vor Ort am besten beurteilen können, was ihre Schülerinnen und Schüler brauchen. Schulautonomie ist verbunden mit einer Aufwertung der SchuldirektorInnen, die echte Leitungs- und Managementfunktion wahrnehmen sollen und nicht nur mit Verwaltungsarbeiten eingedeckt werden“, ergänzte Grossmann im Zuge der Veranstaltung.

In Hinsicht auf den 17. November ist die SPÖ-Abgeordnete zuversichtlich, dass die Verhandlungspartner und -partnerinnen, in erster Linie die Landeshauptmänner, ein Interesse an einem leistungsfähigen, starken Bildungssystem bekunden und Machtinteressen sowie Besitzstandswahrung in den Hintergrund treten. (Schluss) ah/mb

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