ORF III am Wochenende: 60 Jahre Wiedereröffnung Wiener Staatsoper in „Erlebnis Bühne“, 250. Ausgabe „Land der Berge“

Außerdem: „Österreich II“ und „Die letzten Tage einer Legende – Yitzhak Rabin“, „Operette sich wer kann“ mit „Lady Sunshine und Mister Moon“

Wien (OTS) - Von der historischen Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper im Jahr 1955 über die politischen Umwälzungen Mitte der 1960er Jahre bis hin zu den musikalischen Höhepunkten jener Zeit spannt ORF III Kultur und Information den Programmbogen am Wochenende.

Am Samstag, dem 7. November 2015, bildet ein Stück österreichischer Fernsehgeschichte (Details zum ORF-Schwerpunkt „Great Moments“ unter presse.ORF.at) den Auftakt zu einem spannenden Programmabend: Die 250. Ausgabe der preisgekrönten ORF-Dokumentarreihe „Land der Berge“ widmet sich dem schönsten Aussichtsberg des Ausseerlandes. „Der Loser – Mein Zauberberg“ (19.25 Uhr) – ein neuer Film von „Land der Berge“-Miterfinder und -Gestalter Lutz Maurer – wird von Cornelius Obonya präsentiert.
Im Hauptabend thematisiert dann die 27. Folge der ORF-III-Neuauflage von Hugo Portischs epochaler Zeitgeschichtereihe „Österreich II“ die „Krisenjahre“ (20.15 Uhr) des Landes Mitte der 1960er Jahre: Während die ÖVP gegen den amtierenden Bundeskanzler Alfons Gorbach rebelliert, wird in der SPÖ Franz Olah aus der Partei ausgeschlossen. Gleichzeitig ist die Bevölkerung nicht mehr willens, den alles beherrschenden Proporz zu ertragen. Die parteiunabhängigen Zeitungen, allen voran die Tageszeitung Kurier mit ihrem Chefredakteur Hugo Portisch, fordern im ersten Volksbegehren Österreichs die Befreiung des Rundfunks vom Parteiendiktat. Außerdem: Udo Jürgens gewinnt den Eurovision Song Contest und holt damit rund 50 Jahre vor Conchita Wurst die Veranstaltung nach Wien.
Danach erzählt die Dokumentation „Die letzten Tage einer Legende – Yitzhak Rabin“ (21.45 Uhr) von jenem Mann, der 1992 im Alter von 70 Jahren mit dem Wahlversprechen, den Friedensprozess in Palästina zu fördern, zum zweiten Mal zum israelischen Ministerpräsidenten gewählt wurde. Die Anerkennung eines palästinensischen Staates kam für viele Juden einem Hochverrat gleich. Rabin wird am 4. November 1995 Opfer eines jüdischen Fundamentalisten.
Zum Abschluss des Programmabends blättert Herbert Steinböck in der „Kleinkunst“ (22.45 Uhr) in alten „Bonanza“-Heftchen und erinnert sich dabei unwillig an die Beziehungs-Talfahrt mit seiner Frau.

Der „Erlebnis Bühne“-Sonntag am 8. November widmet sich einem bedeutenden kulturellen Ereignis: Der Wiedereröffnung der im Zweiten Weltkrieg stark beschädigten Wiener Staatsoper am 5. November 1955, die sich nach umfangreichen Renovierungsarbeiten mit der Aufführung von Ludwig van Beethovens Befreiungsoper „Fidelio“ (auch im ORF) in neuem Glanz präsentierte. Henry Salomon gestaltete damals im Auftrag des amerikanischen Nationalsenders NBC die Dokumentation „Ruf nach Freiheit – Eröffnung der Wiener Staatsoper 1955“ (19.15 Uhr), die Ausschnitte der Eröffnungspremiere mit einem Rückblick auf die Geschichte Österreichs verbindet. Karl Böhm leitete diesen Abend mit den Wiener Philharmonikern und einem ausgezeichneten Sängerensemble, das von Martha Mödl, Anton Dermota, Paul Schöffler, Irmgard Seefried und Waldemar Kmentt angeführt wurde.
Passend dazu zeigt „Erlebnis Bühne“ im Hauptabend Otto Schenks „Fidelio“ (20.15 Uhr) aus der Wiener Staatsoper 1978, dirigiert von Leonard Bernstein mit u. a. Rene Kollo, Gundula Janowitz, Hans Sotin, Lucia Popp und Alfred Šramek.
Aber auch der Sonntag-Vorabend in ORF III wird mit einer weiteren Ausgabe der Reihe „Operette sich wer kann“ (18.10 Uhr) musikalisch:
In „Lady Sunshine und Mister Moon“ lassen die Musicaldarsteller Elisabeth Heller und Oliver Timpe die goldene Ära der deutschsprachigen Musik mit den Melodien der 1920er bis 1950er Jahre wiederaufleben.

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