APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Winter, Faymann und Mikl-Leitner aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 30.10. bis 05.11.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche Nationalrätin und Ex-FPÖ-Abgeordnete Susanne Winter (parteifrei). Sie ist gleichzeitig die höchste Neueinsteigerin der Woche. Nach einem lobenden Posting für einen antisemitischen Kommentar wurde Winter am Montag aus der FPÖ ausgeschlossen. "In der FPÖ ist kein Platz für Antisemitismus", begründete Generalsekretär Herbert Kickl am Montag den Rauswurf. Da sich Winter jedoch weigert, ihr Nationalratsmandat zurückzulegen, ist sie nunmehr eine sogenannte „wilde Abgeordnete“ ohne Fraktionszugehörigkeit. Insgesamt gibt es mit Winter derzeit vier fraktionslose Parlamentarier – darunter zwei weitere ehemalige FPÖ-Politiker.

Winter sieht sich als Opfer einer Fehlinterpretation, ihr Lob habe sich auf einen Artikel über Ungarns Regierungschef Orbán bezogen. Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) schaltete am Montag die Staatsanwaltschaft ein, um prüfen zu lassen, ob Winters Posting den Tatbestand der nationalsozialistischen Wiederbetätigung erfülle. Winter ist auch Mitglied der bilateralen parlamentarischen Gruppe Österreich-Israel. Gruppenvorsitzende und ÖVP-Justizsprecherin Michaela Steinacker sagte, Winter habe in der Gruppe, die regelmäßig Treffen mit israelischen Politikern und Synagogenbesuche organisiert, durch Abwesenheit geglänzt und habe dort "längst nichts mehr verloren.“

Die langjährige FPÖ-Politikerin Winter ist bereits vorbestraft: Sie wurde 2009 wegen Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren zu einer Geldstrafe von 24.000 Euro und einer bedingten Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt. Winter hatte damals bei einer FPÖ-Veranstaltung von einem „muslimischen Einwanderungs-Tsunami“ gesprochen und den muslimischen Propheten Mohammed als „Kinderschänder“ bezeichnet.

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