Photovoltaik-Anlagen: Sichern statt Abstürzen

AUVA warnt aus aktuellem Anlass: Bei Montage und Wartung von Photovoltaik-Anlagen vor Absturz sichern.

Wien (OTS) - Ein 50-jähriger Kärntner Unternehmer stürzte diese Woche bei der Montage einer Photovoltaik-Anlage vom Dach und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Die AUVA erinnert aus diesem Anlass daran, bei Montage und Wartungsarbeiten entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. „Die Montage wird häufig von Personen vorgenommen, die normalerweise keine oder zumindest nicht regelmäßig Arbeiten auf Dächern durchführen“, erklärt AUVA-Experte Ernest Stühlinger. „Dazu zählen vor allem wenig qualifiziertes Personal, Hilfskräfte oder gar der Hausbesitzer selbst.“

Die Unfallstatistik zeigt: Mit rund 30 Prozent sind Abstürze bzw. Stürze die Unfallursache Nummer eins. Dazu zählen Abstürze vom Dach oder von der Dachkante wegen mangelhafter oder fehlender Absturzsicherungen. Nicht zu unterschätzen ist die Verletzungsgefahr durch nicht-durchbruchsichere Dachelemente wie Dach- oder Wellplatten, aber auch Lichtkuppeln und Dachfenster. Im Vorjahr wurden 12.100 Photovoltaik Anlagen neu installiert, davon wurden 85 Prozent auf Dächern montiert.

Je nach Gegebenheiten wie Dachneigung oder Absturzhöhe, reicht persönliche Schutzausrüstung als Rückhalte- bzw. Absturzsicherungssystem oder aber es ist ein Seilsicherungssystem bzw. technische oder organisatorische Maßnahmen vorzusehen. Stühlinger fordert auf, Dacharbeiten mit besonderer Sorgfalt zu planen und durchzuführen: „Auch bei kurzen Aufenthalten auf dem Dach können Unfälle passieren – ‚ich mach nur schnell’ schützt nicht! Abstürze können dramatische bis tödliche Verletzungen zur Folge haben.“

„Atypische“ Dacharbeiter, sprich Personen die nicht für Arbeiten auf dem Dach ausgebildet sind, erleiden besonders häufig Unfälle. Der AUVA-Experte rät daher, sich vor Arbeiten auf dem Dach gut zu informieren, eine Ausbildung zu absolvieren, sich mit der nötigen Schutzausrüstung auszustatten und diese vor allem auch zu verwenden. „Und zwar richtig“, ergänzt Stühlinger.

Weiterführende Informationen unter www.auva.at
Broschüre: Sicherheit auf dem Dach
Merkblatt: M 222 Arbeiten auf Dächern
Broschüre: Planungsgrundlagen von Anschlageinrichtungen auf Dächern

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 2,9 Millionen unselbständig Erwerbstätige, 0,5 Millionen selbständig Erwerbstätige sowie 1,4 Millionen in Ausbildung Stehende vom Kindergarten bis zum Studienabschluss. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren Kernaufgaben Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

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