Inventarnummer 1938

Eröffnung der Ausstellung zur Provenienzforschung im Technischen Museum Wien

Wien (OTS) - Bei der Eröffnung der Ausstellung „Inventarnummer 1938“ am 3. November 2015 konnte die TMW-Direktorin Dr. Gabriele Zuna-Kratky rund 200 Gäste aus Technik, Wissenschaft und Kultur begrüßen.

Mit der Schau „Inventarnummer 1938“ präsentiert das Technische Museum Wien (TMW) das Thema Provenienzforschung als erstes Museum im deutschsprachigen Raum in einer Dauerausstellung.

Rektorin Mag. Eva Blimlinger, Wissenschaftliche Koordination der Kommission für Provenienzforschung, und der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch, betonten die Wichtigkeit der Provenienzforschung in Österreich. Dr. Josef Ostermayer, Bundesminister für Kunst und Kultur, Verfassung und Medien, eröffnete die Schau. „Provenienzforschung und Restitution werden in der öffentlichen Wahrnehmung meist mit der Rückgabe von wertvollen Kunstgegenständen in Verbindung gebracht. Doch unter dem nationalsozialistischen Regime wurden in noch viel größerer Zahl Objekte des alltäglichen Lebens enteignet. Diesen Objekten und ihren rechtmäßigen Eigentümern widmet sich nun das Technische Museum mit einer Schau, die den Stand der Provenienzforschung zur hauseigenen Sammlung aufzeigt", sagte Bundesminister Josef Ostermayer anlässlich der Eröffnung der Ausstellung "Inventarnummer 1938" im Technischen Museum Wien.

Bei der anschließenden Diskussion zu den Ergebnissen der Provenienzforschung sprach Dr. Christian Klösch, Leitung Provenienzforschung am TMW, mit Silvia Glückselig, der Enkelin der ehemaligen Eigentümerin des Fiat 522, und Dr. Harold Chipman, dem Enkel von Willibald Duschnitz, dem ehemaligen Eigentümer der Orgel Opus 1873 mit Organola im Festsaal des Museums. Die Festgäste konnten sich bei einem kleinen Konzert von dem wunderbaren Klang der Salonorgel überzeugen.

Die Ausstellung „Inventarnummer 1938“ zeigt die alltägliche Praxis des NS-Raubzugs, rekonstruiert die Lebensgeschichten der Beraubten und dokumentiert die Suche nach den heute in aller Welt verstreut lebenden Erb/innen. Direktorin Gabriele Zuna-Kratky: „Die Intention der Ausstellung „Inventarnummer 1938“ ist es, sich mit der Zeit selbst abzuschaffen – wenn die Objekte in Zukunft an die Familien der rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben sind.“

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