Ärztekammer startet Evaluierung der Fachärzte-Ausbildung

Österreichweite Erhebung soll zu Verbesserungen führen

Wien (OTS) - Erstmals wird in Österreich die Ausbildung zum Facharzt evaluiert. Die Ergebnisse der Dienstag gestarteten bundesweiten Erhebung sollen im Dezember vorliegen und Aufschluss über Verbesserungsmöglichkeiten geben.

Ärztinnen und Ärzte, die derzeit eine Ausbildung zum Facharzt absolvieren, werden im Auftrag der Ärztekammer eingeladen, einen elektronischen Fragebogen zu beantworten. „Unser Ziel ist es, mit dieser Facharzt-Ausbildungsevaluierung österreichweit ein genaues Bild über die Ausbildungssituation zu erhalten. Nur so wissen wir, wo die Hebel für Verbesserungen angesetzt werden müssen“, informierte Harald Mayer, Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), in einer Presseaussendung.

Die vom Ärztlichen Qualitätszentrum durchgeführte Erhebung umfasst neben ausführlichen Fragen zu Rahmenbedingungen und Zufriedenheit mit der Qualität der Ausbildung auch die Einschätzung der Ärzte über die Organisation ihrer Abteilung, über die Umsetzung der Arbeitszeitbestimmungen, die Arbeitsbelastung sowie den Zeitaufwand für administrative Tätigkeiten. Zusätzlich werden die Fortbildungsmöglichkeiten und ihre Finanzierung abgefragt. Mayer: „In einer optimalen Ausbildungssituation spielen alle diese Faktoren zusammen. Die beste fachliche Kompetenz bringt für die Ausbildung nur dann etwas, wenn sie gut vermittelt wird und die Zeit dafür da ist. Wenn die Ärzte in Ausbildung einen Großteil ihrer Arbeitszeit für Administration und Hilfstätigkeiten aufwenden müssen, wird für die Fortbildung nicht genug Zeit bleiben, auch wenn der Arbeitgeber den Besuch von Fortbildungsveranstaltungen grundsätzlich unterstützen würde.“

Bereits seit 2011 führt das Ärztliche Qualitätszentrum im Auftrag der ÖÄK eine Evaluierung der Allgemeinmediziner-Ausbildung durch. „Diese kontinuierliche Erhebung ist ein großer Erfolg. Wir arbeiten mit Positiv-Anreizen und holen jene Abteilungen vor den Vorhang, die besonders gut bewertet wurden“, erläutert der stv. Obmann der Bundeskurie Angestellte Ärzte und Obmann der Bundessektion Turnusärzte Karlheinz Kornhäusl. Sein Appell: „Je höher die Beteiligung, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse der Evaluierung. Ich ersuche daher alle Kolleginnen und Kollegen, sich 20 Minuten Zeit für die Beantwortung des Fragebogens zu nehmen!“

Die Befragung erfolgt via Online-Fragebogen vertraulich und anonymisiert nach einer vom Ärztlichen Qualitätszentrum entwickelten österreichweit einheitlichen Methodik.

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