NÖAAB-Sobotka: „Müssen System der Mindestsicherung fit machen angesichts zu erwartender Herausforderungen“

Nur bundesweite Reform nach NÖ-Modell sichert unser Sozialsystem auch in Zukunft

St. Pölten (OTS) - Die Steigerungsraten bei den Mindestsicherungsbeziehern sind alarmierend im Vergleich zur Sozialhilfe, die bis 2010 ausbezahlt wurde. „Die Sozialhilfe hatte eine jährliche Steigerungsrate von etwa 6,9 %. Unser heutiges System der Mindestsicherung hat eine jährliche Steigerung von 10,5 %. Hier kann man nicht mehr wegschauen“, sagte NÖAAB-Landesobmann LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka anlässlich eines Pressegespräches zum Arbeitnehmertag des NÖAAB.

Niederösterreich ist das erste Bundesland, das die Mindestsicherung reformiert hat. „Nach anfänglicher Kritik meint nun auch der Sozialminister, dass das NÖ-Modell richtig sei. Es darf nicht nur bei Ankündigungen bleiben“, so Sobotka. Besonders angesichts der zu erwartenden Herausforderungen durch die gestiegenen Flüchtlingszahlen, „ist es dringender denn je auch offen über eine Deckelung der Bezüge aus Sozialleistungen auf 1.500 Euro oder auf 70 % des Medianeinkommens zu diskutieren. Es geht um Fairness für die, die das System bezahlen und um Hilfe für die, die wirklich Hilfe brauchen“, betont Sobotka.

Thematisiert wurden auch die Ergebnisse des Arbeitsmarktgipfels der Bundesregierung. Neben einer Lohnnebenkostensenkung, einer Wohnbauoffensive und mehr Mittel für mehr Beschäftigung, „zeigt die Bundesregierung endlich Handlungsfähigkeit. Das Reform- und Investitionspaket des Bundes schließt nahtlos an die Konjunktur- und Arbeitsmarktmaßnahmen an, die wir vor kurzem erst für Niederösterreich beschlossen haben. Das zeigt auch hier: Wir reden nicht nur – wir handeln“, so Sobotka.

Am Arbeitnehmertag des NÖAAB sind hunderte Funktionäre und Mandatare in allen Bezirken Niederösterreichs unterwegs um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über den Herbstschwerpunkt des NÖAAB zu informieren: Gesundheit am Arbeitsplatz. Dabei wurden Infobroschüren mit „10 Tipps für die eigene Gesundheit“ verteilt.

Das Thema „Gesundheit am Arbeitsplatz“ ist wichtiger denn je: „Im Durchschnitt verbrachte jeder Niederösterreicher im Jahr 2013 14,6 Tage im Krankenstand“, erläutert NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Bundesrätin Sandra Kern. Dabei sind besonders psychische Erkrankungen im Vormarsch. Die Volkswirtschaftlichen Gesamtkosten der Krankenstände belaufen sich österreichweit auf rund 8,7 Mrd. €. „Da ist es mehr als verständlich, dass man etwas tun muss. Mit dem Folder „10 Tipps für die eigene Gesundheit“ wollen wir die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer anregen, über ihren eigenen Lebensstil nachzudenken. Denn Eigenverantwortung ist das Um und Auf für einen gesünderes Leben“, so Sandra Kern abschließend.

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