Sanierungsscheck: Fördervolumen bitte nicht kürzen

Wien (OTS) - Das Netzwerk der Medienstelle für Nachhaltiges Bauen ersucht die zuständigen Stellen die Mittel für den Sanierungsscheck nicht nochmals zu kürzen. Nach 132,4 Millionen Euro im Jahr 2013, 100 Millionen im Jahr 2014 und heuer 80 Millionen ist das jährliche Fördervolumen bereits deutlich geschrumpft.

Die im Jahr 2009 gestartete Sanierungsoffensive mit dem Sanierungsscheck macht ökologisch und auch volkswirtschaftlich Sinn:
Bisher wurden nach Angaben der zuständigen Ministerien insgesamt 90.700 Förderanträge genehmigt, womit Investitionen von 3,7 Milliarden Euro ausgelöst werden konnten. Insgesamt wurden 18,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Heuer sind weitere 17.000 Anträge eingelangt, die ein neuerliches Investitionsvolumen von mehr als 570 Millionen Euro auslösen.

Einige Statements aus dem Netzwerk der Medienstelle:

"Jede Kürzung der Sanierungsförderung trägt unweigerlich zum Scheitern der österreichischen Klimaschutzpolitik bei - ganz egal, ob es sich dabei um Wohnbaufördermittel oder die Sanierungsoffensive handelt. Solch eine Maßnahme wenige Wochen vor dem Weltklimagipfel in Paris anzukündigen, untergräbt sämtliche vorhandenen Bemühungen im Klimaschutz.“ - Robert Lechner, Österreichisches Ökologie-Institut & Österreichische Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen.

„Den Haushalten kommt beim Erreichen der Klimaschutzziele ein wesentlicher Beitrag zu. Mittel für deren Unterstützung zu kürzen ist eindeutig Sparen am falschen Platz.“ - Andrea Kraft, Energie – und Umweltagentur NÖ, Leitung Abteilung Energieberatung.

"Österreich ist am besten Wege, wiederholt seine Klimaschutzziele zu verfehlen, seine Vorreiterrolle im energieeffizienten Bauen gegen das Schlusslicht in Europa einzutauschen und weiterhin nicht aus der Wirtschaftskrise heraus zukommen.“ - Günter Lang, Passivhaus Austria „Ohnedies Schlusslicht in der Sanierungsrate ist eine Kürzung ein völlig falsches Signal. In der Praxis erweist sich auch wenig Geld als großer Ansporn für Verbesserung.“ - Johannes Kislinger, Innovative Gebäude.

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