Schlüsselfähigkeit Medienkompetenz: Alt und Jung fit für die Medien

Die Medienrechtlerin Katharina Braun, die CSR-Expertin von Telekom, Irene Jacobi und der Medienforscher Patrick Wollner diskutieren die Zukunft der Medien

Wien (OTS) - In den USA ist von 2011-2015 die Zahl an Smart Phones von 35%-68% angestiegen. Nur 30% der 55-65jährigen sind Online, aber alle 30järhigen und über 50% der über 65jährigen. Für Journalistinnen ist es daher von enormer Wichtigkeit, künftig unterschiedliche Erscheinungsformen zu suchen. Dabei muß das ständig wechselnde Leseverhalten der unterschiedlichen Generationen stark miteinbezogen werden.

Der Vortrag stellt unterschiedliche Publikationsformen dar. Das Use it! ist eines von ihnen.

Das Internet bietet für Medienarbeiter vielfache Herausforderungen, wie etwa jene, die richtigen Informationen von den falschen zu unterscheiden. Schenkt man Facebook zu viel Vertrauen und publiziert man daraus eine Falschmeldung, kann dem Journalisten eine Klage drohen. Davor warnt Katharina Braun.

Blogs müssen von deren Betreiber ständig überprüft werden, da dieser im Falle einer rechtlich unzulässigen Äußerung zur Verantwortung gezogen werden kann. Auch eine Homepage kann zum Bumerang werden:
Jedes Bild und jeder Kurzbericht müssen ein Copyright vorweisen können. Auf lizenzfreien Portalen tut man gut daran, voerst die entsprechenden AGBs zu lesen.

APPS wiederum erfordern eine gewisse technische Affinität beim Leser. Momentan versuchen die Herausgeber, mehr Menschen zur Nutzung von Online-Medien zu motivieren. Jedoch - welche Zielgruppen können daran Geschmack finden? Studien und Marktbeobachtung sind erforderlich. Online können Nachrichten viel schneller herauskommen. Das Internet wird auch als "isolierte, hierarchische" Welt bezeichnet. Kinder lernen von Ihren Eltern von kleinauf, dass diese sich ständig mit deren Smartphones beschäftigen. Nicht zuletzt sind viele Menschen aufgrund des Internets in eine Traumwelt versunken und haben nur schwer den Anschluß an die realistische Welt gefunden.

Viel Aufwand verursacht das ständige Publizieren von Privatem auf Facebook. Leicht können andere Menschen dadurch herausfinden, dass diese Person Single ist und wahrscheinlich nicht über viele Kontakte verfügt.

Reddit ist wiederum ein neues Medium, das online erscheint.

Spannend ist es auch, die Wirkungsweise eines medialen Produktes im Laufe der Zeit zu verfolgen. Ein Titel vor fünf Jahren ist sicher anders angekommen als jener vor zehn Jahren und einer heute.

Ein Schreiberling, der sich als Blogger versucht, zeigt damit viel Mut, da er in dieser Rolle auch Kritik einstecken können muß. Außerdem zeigt das von einer gewissen Individualität und vom Interesse, Kontakt zu den Lesern zu halten und von diesen auch Rückmeldung zu erhalten.
Auf der Onlineplattform "Medium" kann jeder publizieren. Patrick Wollner meint, dass es in drei Jahren mehr gelesen werden wird als eine Zeitung. Vorteile: Die erwartete Lesezeit steht daneben.

Gertraud Kokusz

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