Wir werden schneller älter? Oder verändern wir uns nur?

Heutzutage kann ein „Shitstorm“ in den social media den Tod für ein Unternehmen bedeuten – negative Reputation in einer Zeitung wird nicht mehr so genau betrachtet.

Wien (OTS) - Dr.in Kristin Hanusch-Linser, Oliver Svec, Rebecca Beerheide geben einen allgemeinen Einblick in die Welt der Medien. Heutzutage kann ein "Shitstorm" in den social media den Tod für ein Unternehmen bedeuten - negative Reputation in einer Zeitung wird nicht mehr so genau betrachtet.

Nicht nur der Alterungsprozess, sondern auch der unterschiedliche Zugang der Generationen zu Medien verändern den Umgang und die Liebe zu diesen. Dr.in Kristin Hanusch-Linser (Chief Corporate Communication and Marketing Officer, ÖBB Holding AG) beschrieb die Probleme und Vorteile, die sich einem Unternehmen eröffnen könnten, wenn das Medienverhalten der verschiedenen Altersgruppen nicht eingeschätzt und nicht auf das eigene Image abgestimmt wird. Die breite Masse will mehr Involvierung, Mitreden können und das ist leichter mit social media durchführbar. Auch ein großes Unternehmen wie die ÖBB versucht nun, durch WLan auf Bahnhöfen, SmS bei Verspätung und vielem mehr auf diesen Zug aufzuspringen und das Leben der Fahrgäste dadurch zu erleichtern.

Oliver Svec (Programmdirektor PULS 4) führte uns in die verschiedenen Vorlieben der TV-Zuschauer ein. "Warum Menschen zu welchem Zeitpunkt welches Medium nutzen - dafür gibt es unterschiedlichste Gründe." Nicht nur das Alter sei wichtig, sondern auch die Entwicklung unserer Zeit. Die Menschen werden individueller, weswegen auch mehrere Spartensender entstanden sind. Aber dennoch bleiben die Sender, ob privat oder öffentlich, auf die Masse ausgerichtet. Das TV-Programm kann Menschen in unterschiedlichen sozialen Situationen begleiten und beeinflussen. Aus diesem Grunde sind das Interesse und die Vorliebe der einzelnen Gruppen, ob Alter oder Geschlecht, sehr wichtig.

Über die Entwicklung der Frauen in den Medien gab uns Rebecca Beerheide (Vorsitzende Journalistinnenbund Deutschland) einen Überblick. Zuerst referierte sie über den Aufbau des Journalistinnenbundes, dessen Vorstand sie seit Juni ist. Durch diese Tätigkeit bekommt man einen Einblick in das Verhalten der Journalistinnen während ihrer Arbeit und auch danach. Selbst wenn die klassischen Medien, wie gedruckte Zeitungen, immer weniger Wichtigkeit haben, wollen sich die Jungen noch immer dort verwirklichen. Nur etwa 36 % streben Arbeit in Online-Ausgaben an. Die Zeiten haben sich geändert und der Aufstieg ist leichter geworden, der Gehaltszettel jedoch weist nach wie vor wenigstellige Zahlen auf. Das Konkurrenzverhalten und damit auch Vorgaben für Praktika und mehr sind härter geworden. Aber nun muss man sich als Frau fragen: "Müssen Frauen, die nun alles können, auch alles wollen?"

Journalistinnenkongress 3.11.2015, Panel 1
Fotos Katharina Roßboth: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/7250/

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