Schwentner begrüßt Karenzanspruch für Pflegeeltern

Grüne: Pflegeeltern, die für Pflege von Kindern Geld bekommen, dürfen davon nicht ausgeschlossen werden

Wien (OTS) - "Ich freue mich, dass künftig auch jene Pflegeeltern, die ein Kind ohne Adoptionsabsicht betreuen, einen Anspruch auf Karenz haben", sagt die Familiensprecherin der Grünen, Judith Schwentner. Die Grünen fordern schon seit Jahren die dringend notwendige gesetzliche Änderung, weil der überwiegende Teil der Pflegeeltern Kinder ohne Adoptionsabsicht betreut. "Umso erfreulicher ist es nun, dass sich unsere Hartnäckigkeit gelohnt hat."

Als "Wermutstropfen" sieht die Grüne 'Familiensprecherin allerdings die vorgesehene Einschränkung, dass Pflegeeltern nur dann einen Karenzanspruch haben sollen, wenn sie für die Pflege kein Geld bekommen. "Damit werden all jene Pflegeeltern ausgeschlossen, die für ihre Pflegetätigkeit z.B. bei einem Trägerverein angestellt sind und als solche die Pflege eines Kindes übernehmen. Durch die Anstellung, die nur knapp über der Geringfügigkeitsgrenze liegt, sammeln Frauen wichtige Pensionszeiten und ihr Mehraufwand für eigene Supervisionen und Weiterbildungen wird bezahlt. Die Anstellung ist also kein Luxus sondern angemessen. Daraus einen Ausschlussgrund für einen Karenzanspruch zu machen, finde ich unnötig kleinlich. Zumal es sich um eine kleine Gruppe an betroffenen Menschen handelt, die das Budget nicht groß belasten", meint Schwentner.

"Es muss unser gemeinsames Ziel sein, die Rahmenbedingungen für Pflegeeltern so attraktiv wie möglich zu gestalten, so dass möglichst viele Kinder in einem liebevollen zu Hause aufwachsen können. Kinder in Pflegefamilien erfahren gegenüber Heimen und Wohngemeinschaften wesentlich mehr Bindung, Beziehung und Förderung und damit auch mehr Chancen sich gut entwickeln zu können", hält Schwentner fest.

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