Blecha: Pensionisten fordern Reformen! Her mit echtem Bonus-Malus-System, Pensionsmonitoring, Wertschöpfungsabgabe

Nicht-Einladung des Österreichischen Seniorenrates zu Arbeitsmarktgipfel ist Skandal!

Wien (OTS) - "Durch die vom Pensionistenverband Österreichs erkämpfte Steuerentlastung und die volle Teuerungsabgeltung der Pensionen haben Österreichs Pensionistinnen und Pensionisten ab 2016 spürbar mehr Geld im Börsel! Erfolge, die nicht kleingeredet werden dürfen! Aber wir sind noch lange nicht zufrieden! Wir fordern ein echtes Bonus-Malus-System, gemeinsam mit einem umfassenden Pensions- und Beschäftigungsmononitoring als echte, schlagkräftige Maßnahme gegen die Altersarbeitslosigkeit, nicht bloß die Erhöhung der Auflösungsabgabe! Wir fordern die Einführung der Wertschöpfungsabgabe zur Sicherung unseres Sozialsystems! Und wir fordern, dass auch die BezieherInnen einer Ausgleichszulage die 110-Euro-Gutschrift auf bezahlte Krankenversicherungsbeiträge (Negativsteuer) erhalten!", stellt Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs bei einer PensionistInnenversammlung in Wien klar. ****

"Es gilt das Erkämpfte zu verteidigen, neue Reformen durchzusetzen und Angriffe auf unser Pensionssystem und die soziale Sicherheit zu verhindern. Je näher wir dem 29. Februar, dem Tag, an dem die Regierung Reformvorschläge zu den Pensionen vorlegen will, kommen, desto heftiger werden die Angriffe auf unser Pensionssystem! Unterstützt von klar motivierten Auftragsstudien fordern diverse ‚Pensionsexperten‘ und ÖVP-Politiker einen Pensions-Automatismus, der de facto nur Pensionskürzungen und einen Anstieg der Altersarbeitslosigkeit bedeutet! Diese Angriffe auf unser Pensionssystem werden wir verhindern und fordern stattdessen echte Reformen!", stellt Blecha klar. "Wir, die VertreterInnen der älteren Generation, wollen eine Reform der Arbeitswelt! Mit mehr altersgerechten Jobs, mit mehr betrieblicher Gesundheitsvorsorge und mit einem echten Bonus-Malus-System, das Betriebe, die Älteren einen Arbeitsplatz bieten, belohnt und jene einen Malus zahlen lässt, die das schändlicherweise nicht tun", so Blecha, der die Ergebnisse des Arbeitsmarktgipfels "zu dem der Österreichische Seniorenrat, die gesetzliche Vertretung der älteren Generation, skandalöserweise nicht eingeladen war", als "zu dürftig" bezeichnet. "Angesichts der enormen Steigerung der Altersarbeitslosigkeit ist die Erhöhung der Auflösungsabgabe auf 236 Euro ein Witz und die Inkraftsetzung erst 2018 viel zu spät!", kritisiert Blecha.

Pensionistenverband fordert Wertschöpfungsabgabe

"Die Wertschöpfungsabgabe ist überlebensnotwendig für unser Sozialsystem! In einer Zeit, in der Betriebe mit computergesteuerten, weltweit vernetzten Maschinen in menschenleeren Fabrikshallen eine immer höhere Wertschöpfung und Gewinne erzielen, können Pensionen, Gesundheitsversorgung und Arbeitslosenversicherung nicht länger nur durch Löhne und Gehälter finanziert werden. Der Pensionistenverband Österreichs verlangt die nachhaltige Absicherung unseres Sozialsystems durch eine Verbreiterung der Finanzierungsbasis!", so Blecha. Der Pensionistenverband schlägt daher in einem ersten Schritt vor, den Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) auch durch eine Wertschöpfungsabgabe zu finanzieren. So könnten Betriebe künftig nur noch 3 statt bisher 4,5 Prozent ihrer Bruttolohnsummen in den FLAF einzahlen. "Damit würden Betriebe mit wenig Angestellten und hoher Wertschöpfung einen größeren Beitrag leisten und personalintensive Betriebe entlastet werden", fordert der PVÖ-Präsident, der abschließend unterstreicht: "Wir werden nicht lockerlassen, bis wir unsere Forderungen durchgesetzt haben! Also: Her mit wirksamen Maßnahmen gegen die Teuerung! Her mit einem Preis-Stopp bei Gebühren, Betriebskosen und Mieten! Her mit der Negativ-Steuer für AusgleichszulagenbezieherInnen und der alten Rechtslage beim Alleinverdienerabsetzbetrag! Weg mit der Wartefrist bei der ersten Pensionsanpassung und dem Pensionssicherungsbeitrag für Pensionen im öffentlichen Dienst!" (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband
Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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