bockwerk: Werken statt „Herumlungern“

Neues Projekt des Vereins Ute Bock gibt Flüchtlingen Ausweg aus Untätigkeit

Wien (OTS) - bockwerk bietet Flüchtlingen durch Kreativität und Handwerkskunst eine neue, sinnvolle Perspektive: In Zusammenarbeit mit Architekten stellen sie ehrenamtlich hochwertige Werkstücke her. Der Verein Ute Bock begleitet und unterstützt dabei. Zurzeit sammelt bockwerk mittels Crowdfunding die finanziellen Mittel für eine eigene Werkstatt.

Nach österreichischem Gesetz, ist der Arbeitsmarkt für Personen mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus nicht zugänglich. Viele dürfen nicht arbeiten bis sie einen positiven Asyl-Bescheid oder Bleiberecht erhalten. Die Verfahren können oft jahrelang dauern. "In dieser Zeit sind sie zur Untätigkeit verdammt und zum "Herumlungern" gezwungen, was nicht selten zu einer lang anhaltenden Depression der Betroffenen führt. bockwerk ist für sie ein Ausweg aus dem tristen Alltag. Die Werkstatt ist ein Ort, wo eine sinnvolle Aufgabe auf engagierte Menschen trifft. Mittels Crowdfunding möchten wir uns jetzt den Traum von einer eigenen Werkstatt erfüllen", so bockwerk-Initiator Christian Penz vom Verein Ute Bock.

Mit Crowdfunding zur eigenen Werkstatt

Zurzeit werkt ein kleines Team aus BewohnerInnen des Ute Bock Hauses im WUK, wo bockwerk eine Werkstatt mitbenützen darf - das ist allerdings nur eine Lösung auf Zeit. Zudem steht ein kleines Atelier zur Endfertigung und Büronutzung zur Verfügung. bockwerk soll in Zukunft wachsen - geplant ist deshalb eine eigene Werkstatt zu mieten, die mehr Platz und Lagermöglichkeiten bietet. Um die eigene Werkstätte finanzieren zu können, startete bockwerk Ende Oktober eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform "wemakeit", die bis Mitte Dezember läuft. Für alle UnterstützerInnen gibt es frei wählbare Belohnungen in verschiedenen Preiskategorien: Unter anderem gibt es erstmals die handgefertigten bockwerk Designer-Möbel in limitierter Stückanzahl zu kaufen.

Zusammen an einer neuen Zukunft bauen

Das gemeinsame Schaffen gibt den Menschen von bockwerk eine Zukunftsperspektive, die Möglichkeit etwas zu lernen und zu tun. Nach den Entwürfen der Architekten Philipp Oberthaler und Gerhard Flora (PØL) erschaffen sie zusammen mit Projektinitiator Christian hochwertige Designer-Werkstücke aus Holz und Textilien. Alle bockwerkerInnen in der Werkstatt sind ehrenamtlich tätig, sie werden für ihren Einsatz nicht bezahlt. Der Mehrwert liegt für die Mitwirkenden im sinnvollen Zeitvertreib. Beim Werken und im Austausch mit anderen können sie ihre Geschichte verarbeiten, Freundschaften knüpfen und gleichzeitig auch ihre Deutschkenntnisse verbessern. Geplant sind in Zukunft auch Workshops, die sich um die Themen Design und Handwerk drehen.

Rückfragen & Kontakt:

Christian Penz
presse@bockwerk.at
www.bockwerk.at
facebook.com/bockwerk

Crowdfunding: https://wemakeit.com/projects/bockwerk

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