ASFINAG: GRÜNBRÜCKEN ALS LEBENSRAUM-VERBINDUNG ÜBER AUTOBAHNEN UND SCHNELLSTRASSEN

Wien (OTS) - Bis 2027 errichtet die ASFINAG insgesamt 16 Grünbrücken auf bereits bestehenden Streckenabschnitten. Eine davon, die Grünbrücke auf der A 1 West Autobahn bei Ybbs, wird im November fertig gestellt. Mit dieser 60 Meter breiten Brücke öffnet die ASFINAG den Hauptkorridor Kalkalpen-Tschechien wieder für die Wildtier-Wanderung.

Denn für die ASFINAG gilt: Gut und vor allem sicher ausgebaute Autobahnen und Schnellstraßen, schließen Umwelt- und Artenschutz nicht aus. Um dem hohen Sicherheitsanspruch allerdings gerecht zu werden, ist das rund 2.183 Kilometer lange hochrangige Straßennetz in Österreich umfassend mit Wildschutzzäunen gesichert. Die Folge daraus: Jahrtausende alte Tier-Wander-Wege werden durchschnitten und dafür gilt es Ersatzwege zu schaffen. "Mit dem Bau von Grünbrücken setzt die ASFINAG wichtige ökologische Projekte um, und kommt damit ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt nach", sagt Rainer Kienreich, Geschäftsführer der ASFINAG Service GmbH, "Umwelt- und Arten-Schutz muss uns etwas wert sein - daher investieren wir in jede neue Grünbrücke rund 4,5 Millionen Euro."

Damit die ASFINAG Investitionen in neue Wildquerungshilfen wirtschaftlich sinnvoll und dennoch artenschützend umsetzen kann, besteht seit 2005 eine enge Zusammenarbeit mit dem World Wide Fund for Nature - WWF. In einer Studie wurden vom WWF anhand der bekannten Wander-Korridore insgesamt 19 mögliche Standorte für Grünbrücken auf dem Bestandsnetz erarbeitet.

Christian Pichler, Leiter des WWF-Schutzprogramms für Bär, Luchs und Wolf, ist überzeugt von der Wichtigkeit der Kooperation: "Autobahnen und Schnellstraßen sind für Wildtiere ein unüberwindbares Hindernis. Deshalb ist es wichtig natürliche Landschaftsbrücken zu erhalten. Auf Bestandsstrecken geht das nicht - da sind Grünbrücken eine gute Möglichkeit, naturgegebene Wild-Wander-Wege wieder herzustellen."

Grünbrücke "Bergland" bei Ybbs Mit dieser rund 60 Meter breiten Wildtierquerung wird der überregionale Hauptkorridor Kalkalpen-Tschechien, der durch die A 1 unterbrochen war, wieder geöffnet. Umfassende wildökologische Begleitmaßnahmen stellen zudem sicher, dass die neue Grünbrücke von Wildtieren angenommen wird. In Abstimmung mit den Behörden für Forst-und Naturschutz, sowie mit der Jägerschaft, bepflanzt die ASFINAG die Brücke mit Büschen, Bäumen und Sträuchern, die als Leitstrukturen dienen. Zusätzlich wird auf dem Brückentragwerk ein Sichtschutz montiert, sodass die Lichtemissionen der Fahrzeuge minimiert werden. Dieser Sichtschutz dient auch gleichzeitig als Gestaltungselement für den, von der A 1 aus zu sehenden, Unterführungs-Portalbereich. In den kommenden Jahren wird die ASFINAG auf der A 1 drei weitere Wildtierquerungen umsetzen.

Mit vier Pfoten über die Autobahn Insgesamt acht bedeutende Wildtier-Korridore liegen im Fokus der ASFINAG - der Brenner-, Kobernausserwald-, Machland-, Kalkalpen-Tschechien- und der Koralm-Korridor, sowie der Alpen Karpaten Korridor und der Korridorgürtel Alpenraum-Ungarn. Drei wichtige Verbindungen im Alpen Karpaten Korridor hat die ASFINAG in den vergangenen Jahren bereits wieder hergestellt:

S 4 Mattersburger Schnellstraße - Grünbrücke Pöttsching 2006
A 4 Ost Autobahn - Grünbrücke Göttlesbrunn/Arbesthal 2013
A 3 Südost Autobahn - Grünbrücke Müllendorf/Steinbrunn 2014

Mittels Foto-Monitoring überprüfen ASFINAG, WWF und die örtlichen Jägerschaften die Nutzung dieser Grünbrücken. Und das mit Erfolg. Die Aufnahmen zeigen, dass diese Brücken von den unterschiedlichsten Tieren wie Wildschwein, Reh und Fuchs sehr gut angenommen werden. Anhand der Grünbrücke Göttlesbrunn/Arbesthal an der A 4 wurde außerdem festgestellt, dass bereits ein Jahr nach der Fertigstellung auch das erste Rotwild - nach Bewertung des WWF, eine sehr sensible Leitart im Alpen-Karpaten-Korridor Projekt - die Brücke genutzt hat.

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AUTOBAHNEN- UND SCHNELLSTRASSEN-FINANZIERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT
Alexandra Vucsina-Valla
Pressesprecherin für Wien, NÖ und Burgenland
Mobil: +43 664-60108 17825
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