Erhöhtes Risiko von Wildunfällen im Herbst

Österreichischer Tierschutzverein erklärt richtiges Verhalten im Ernstfall

Wien (OTS) - Schnell ist es passiert. Beim Befahren einer Landstraße quert ein Tier plötzlich die Straße. Es kommt zum Zusammenprall. Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit sterben jährlich 70.000 Wildtiere auf Österreichs Straßen. Viele von ihnen könnten bei rechtzeitiger Hilfe gerettet werden. Der Österreichische Tierschutzverein gibt wertvolle Tipps, wie man durch verantwortungsbewusstes Fahren Verkehrsunfällen mit Tieren vorbeugen kann und wie man sich nach einem Zusammenprall richtig zu verhalten hat.

Wildtiere sind in den Herbstmonaten besonders aktiv, entsprechend steigt dadurch die Gefahr von Wildunfällen. Nicht immer enden die Vorfälle glimpflich. 2014 wurden insgesamt 338 Menschen zum Teil schwer verletzt, zwei davon starben. Auch die Tiere leiden zumeist furchtbare Qualen oder werden tödlich verletzt. Mit einfachen Tricks lassen sich viele Kollisionen vermeiden und die Unfallwirkung reduzieren.

Fahrstil anpassen

Insbesondere bei Wald- und Wiesengebieten sollte die Geschwindigkeit rechtzeitig reduziert werden. Größte Vorsicht ist in den Abendstunden geboten. Erblickt man ein Tier in Straßennähe, Tempo drosseln und den Scheinwerfer auf Abblendlicht reduzieren. Befindet sich das Tier bereits auf der Straße, sollte die Hupe betätigt und nur dann eine Vollbremsung eingeleitet werden, wenn der Nachfolgeverkehr dadurch nicht gefährdet wird.

Keine Pflicht, aber eine Verpflichtung

Der Österreichische Tierschutzverein appelliert an alle Autofahrer, angefahrene Wildtiere nicht zu ignorieren, sondern an einem sicheren Platz anzuhalten und nach dem Tier zu sehen. "Gesetzlich besteht dazu leider keine Pflicht, dafür eine moralische Verpflichtung, dem Tier zu helfen", bringt es Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins, auf den Punkt. Dabei ist Vorsicht geboten: Verletzte Tiere können aus Angst und Schmerzen aggressiv reagieren. Nähern Sie sich dadurch langsam und vorsichtig. Benachrichtigen Sie umgehend Polizei, Tierarzt oder einen Tierrettungsdienst, damit dem verletzten Tiere rasch geholfen werden kann. Die "Assisi-Hof"-Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins steht bei Notfällen unter der Nummer 0664/ 22 10 717 ganzjährig zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:

Christoph Buchgraber, Bakk. Komm.
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0662 84 32 55 – 15
Mail: buchgraber@tierschutzverein.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TSV0001